zuletzt bearbeitet: 16.06.2012 06:04 Uhr
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Auf Anhieb in den Katalog
Die Coburger Hochschule pflegt die Zusammenarbeit mit dem Hamburger Kaffee-Konzern Tschibo. Das Unternehmen findet die Wandgarderobe der Studentin Dorina Bohn toll und nimmt das Produkt in das Sortiment.
Coburg - Wer an der Hochschule Coburg integriertes Produktdesign studiert, findet mitunter einen seiner Entwürfe im Schaufenster wieder. Aktuell gibt es "Coburger Design" bei Tschibo, gestaltet von Dorina Bohn aus Garmisch-Partenkirchen.
Der Kaffee-Konzern, der nicht nur mit Kaffee handelt, bietet im Wochenrhythmus neue Warensortimente an. Neues Design für neue Produkte ist bei dem Unternehmen aus Hamburg daher immer gefragt. "Mit der Hochschule Coburg pflegt Tschibo seit Jahren eine enge Zusammenarbeit", sagt Professor Gerhard Kampe. Mit dem Entwurf der 22-jährigen Dorina Bohn sei bereits das dritte von Coburger Studenten designte Produkt ins Sortiment des Unternehmens aufgenommen worden.
In der Zentrale in Hamburg bekam die Studentin Gelegenheit, ihre Idee einer Wandgarderobe aus Massivholz Führungskräften vorzustellen. Ein selbst gestaltetes Produkt vor Entscheidungsträgern "verkaufen" zu müssen, war eine neue Erfahrung für die 22-Jährige. Da sei schon ordentlich Lampenfieber aufgekommen, gibt sie zu. Unter dem Strich habe sich die Fahrt nach Hamburg aber absolut gelohnt. Ihr positives Fazit gründe vor allem auf der guten Zusammenarbeit mit dem Großunternehmen - von der Vorstellung des Entwurfs bis zur Herstellung. Dabei habe sie gelernt, dass längst nicht alles, was einem Designer vorschwebt, am Ende auch so umgesetzt wird. Mit dem Material Holz habe sie sich gegen eine "Kunststoff-Fraktion" durchgesetzt. Dass die Wandgarderobe zerlegt zum Kunden kommt, wie sie zunächst vorgeschlagen hat, verwarfen die Verantwortlichen jedoch. Auch die endgültige Form sei noch etwas verändert worden. Doch alles sei in Abstimmung mit ihr geschehen. Sie stehe voll hinter dem Produkt.
Professor Kampe spricht von einem Beispiel für praxisbezogenes Designstudium. Zahlreiche Unternehmen wüssten das mittlerweile zu schätzen. Mit vielen bestehe eine enge Zusammenarbeit seit Jahren. Villeroy und Boch, Melitta oder Faber-Castell ließen ebenso wie Tschibo schon lange in Coburg designen.
Die von Dorina Bohn gestaltete Garderobe aus massivem Holz muss an der Wand befestigt werden. Sie kann dann auch relativ schwere Lasten tragen. Im Vordergrund beim Entwurf stand die Verbindung von reizvoller Gestaltung und sinnvoller Nutzung. Dorina Bohn orientierte sich dabei an der Natur. Die Wandgarderobe ähnelt einem verzweigten Ast. Ziel war "die Umsetzung eines biologischen Objekts mit mathematischen Formen". mm
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