zuletzt bearbeitet: 06.06.2012 01:29 Uhr
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Coburg kreativ
Die Innenstadt steht wie nie zuvor im Zeichen der Veranstaltung. Bei der Eröffnung sind sich die Redner einig: Design avanciert weit über Bayern hinaus zum Markenzeichen der Hochschule.
Coburg - Spannendes, Visionäres, Ungewöhnliches: Das und vieles mehr bieten die 24. Coburger Designtage, die noch bis Sonntag, 10. Juni, dauern. Hauptakteure sind 300 Studenten der Fachbereiche Integriertes Produktdesign, Architektur und Innenarchitektur. Sie rücken mit zahlreichen Ausstellungen, Workshops, Installationen oder interaktive Inszenierungen in diesem Jahr besonders die Innenstadt in den Fokus, weil der Campus im Hofbräugrund wegen Erweiterungsbauten nur wenig Platz bietet.
"Coburg und die Hochschule haben eine beachtliche Designkompetenz", stellte Dr. Manfred Wolter bei der Eröffnung am Dienstagabend im ehemaligen C & A in der Ketschengasse fest. Das Motto "Design findet Stadt" sei in dem zurzeit ungenutzten Gebäude ebenso zu spüren wie im näheren Umfeld, sagte der Vertreter des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Sein Haus verfolge das Ziel, Unternehmen für den "Erfolgsfaktor Design" als Basis für Innovationen und Wettbewerb zu sensibilisieren. Wolter: "Die Potenziale werden noch immer zu wenig genutzt."
Aus dem Vollen schöpfen hingegen die angehenden Designer und (Innen-)Architekten. Mancher Gast der Eröffnungsfeier staunte nicht schlecht, auf einem Pappstuhl aus der Serie "Faszination Falten" Platz nehmen zu dürfen. "Wir sitzen nicht im Elfenbeinturm, sondern entwerfen und entwickeln Produkte mit Alltagsbezug", konstatierte Hochschul-Präsident Prof. Dr. Michael Pötzl. Mit dieser Philosophie sei Coburg als Ausgangspunkt von Kreativität und Innovation zur "Designstadt Bayerns und weit darüber hinaus" avanciert. Schaufenster dessen seien die Designtage. Den Studenten zollte Pötzl Respekt: "Sie haben Riesiges geleistet. Sie sind unsere Perlen."
Dritter Bürgermeister Hans-Heinrich Ulmann verbindet mit Design die "Gestaltung der Gedanken". Das verdeutlichte er am Beispiel der Marktplatzumgestaltung. Es sei gelungen, Coburgs gute Stube vom trost- und leblosen Busbahnhof in einen ansehnlichen und kommunikativen Platz zu wandeln. Ulmanns Fazit: "Design ist gelungene Gestaltung."
Die Bauarbeiten auf dem Hofbräugrund-Areal hätten dazu geführt, dass die Designtage "jetzt wieder da sind, wo sie angefangen haben", spielte Prof. Auwi Stübbe auf die Rückkehr in die Innenstadt an. Als Vorsitzender des Ausrichters, des Coburger Designforums Oberfranken, freue er sich auf zahlreiche Aktionen entlang der "Designmeile" vom Marktplatz über den ehemaligen C & A, Albertsplatz und Hofbräugrund. "Was in den letzten drei Wochen entstanden ist, kann sich sehen lassen."
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Hans-Heinrich Ulmann, 3. Bürgermeister
der Stadt Coburg
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