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Windrad bei Autenhausen in der Diskussion

  • Hendrik Dressel
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Seßlach - Bei Autenhausen könnten Windräder aufgestellt werden. Der Windatlas Bayern weist diesen Standort im Stadtgebiet von Seßlach aus. Dagegen regt sich Protest: nicht nur in Seßlach selbst, auch im benachbarten Heldburger Unterland. Dort fordert man, das Rodachtal von solchen Anlagen freizuhalten. Unterstützung kommt von Thüringens Bauminister Christian Carius, CDU. Er hat in der Staatsregierung den Beschluss durchgesetzt, dass das Umfeld der Veste Heldburg für Windräder tabu ist.

Dem steht der im Windatlas Bayern ausgewiesene Standort bei Autenhausen entgegen. Dieser liegt etwa sieben Kilometer von der Veste entfernt, in der gegenwärtig das deutsche Burgenmuseum eingerichtet wird. Die regionale Planungsgemeinschaft Südwest-Thüringen hat sich am Dienstag in Suhl gegen den möglichen Bau eines Windrads in dem Seßlacher Stadtteil ausgesprochen, der direkt an der bayerisch-thüringischen Landesgrenze liegt und die Burg optisch beeinträchtigen würde.

Betroffene Grundeigentümer in Autenhausen sind am Montagabend über den bayerischen Windatlas und die darin getroffenen Festlegungen für mögliche Standorte von Windkraftanlagen informiert worden, sagte Bürgermeister Hendrik Dressel der Neuen Presse am Dienstag auf Anfrage. In der nächsten Woche wird sich der Seßlacher Stadtrat mit dem Thema befassen.

Dressel kündigte in diesem Zusammenhang eine Rundfahrt des Gremiums an. Dabei soll nach Alternativen für den Standort Autenhausen Ausschau gehalten werden. Der Bürgermeister begründet dies mit dem Ausstieg aus der Atomkraft. Wenn man die Energiewende in Deutschland wolle, dürfe man sich den Konsequenzen - unter anderem dem Bau von Windrädern - nicht gänzlich verschließen. wb

    
    

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