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Warnung vor dem Enkeltrick

Nach neuer Welle von Schockanrufen: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest. Drei ältere Frauen sind um insgesamt 7000 Euro ärmer.

Schweinfurt - Nachdem am Mittwoch und Donnerstag die Region Schweinfurt mit einer neuen Welle von sogenannten "Schockanrufen" überzogen worden war, ist der Schweinfurter Polizei bei großangelegten Fahndungsmaßnahmen am Donnerstagabend die Festnahme eines Tatverdächtigen gelungen.

Zuvor waren die Täter mit ihrer altbekannten Masche wieder drei Mal erfolgreich. Drei ältere Frauen brachten sie um insgesamt 7000 Euro. Der Litauer sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Immer gleiches Muster

Einem altbekannten Muster folgend, hatten sich die offenbar gut organisierten Betrüger in dieser Woche wieder die Stadt und Region Schweinfurt vorgenommen. Mehrfach meldeten sich ältere Frauen bei der Polizei und teilten mit, dass sie den Anruf eines russisch sprechenden Mannes erhalten hatten, der sich in der überwiegenden Zahl als Anwalt ausgab.

Er gaukelte dabei eine Notlage vor, in der sich der Sohn der Angerufenen angeblich befindet. Sehr oft wurde dabei vorgebracht, dass der Sohn einen Unfall verursacht habe und deswegen jetzt eine hohe Strafe auf ihn zukomme. Die Angehörigen wurden aus diesem Grund aufgefordert, durch die Zahlung von größeren Bargeldsummen dem Angehörigen aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Den meisten der angerufenen Frauen war das Phänomen Enkeltrick bzw. Schockanruf aufgrund der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei bereits bekannt, so dass die Täter in diesen Fällen nicht zum Erfolg kamen. Erfreut stellt die Polizei fest, dass das Thema Enkeltrick bzw. Schockanruf auch in den gefährdeten Personenkreisen rege kommuniziert wird. So war eine der angerufenen Frauen von einer guten Bekannten gewarnt worden, die selbst in der Vergangenheit bereits entsprechende Anrufe erhalten hatte.

Warnungen helfen nicht

Trotz aller Warnungen waren die Betrüger jedoch auch diesmal wieder in zwei Fällen erfolgreich. Bei einer 73-Jährigen kamen sie auf diese Art und Weise am Mittwochmittag zu 4000 Euro. Tags darauf übergab eine 69-Jährige an einen zunächst unbekannten Geldabholer 2000 Euro. Wie sich dann herausstellte holte die selbe Person bei einer weiteren Rentnerin am Donnerstag noch einmal 1000 Euro ab.

Am Mittwoch und auch am Donnerstag war die Schweinfurter Polizei sehr intensiv den eingelaufenen Hinweisen nachgegangen und hatte auch entsprechende Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Am Donnerstagabend wurde dann eine Streifenbesatzung in der Niederwerrner Straße auf einen 39-Jährigen aufmerksam, auf den die Beschreibung exakt zutraf, die von dem Mann vorlag, der die Gelder abgeholt hatte. Der Litauer hatte vier Handys einstecken und konnte keine plausible Erklärung für seinen Aufenthalt in Schweinfurt geben.

Er wurde an Ort und Stelle festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Hier verbrachte er die Nacht zum Freitag in einer Arrestzelle. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt hatte der Mann inzwischen einen Termin beim Ermittlungsrichter. Nach Erlass eines Haftbefehls wanderte der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den Hintermännern dauern indes noch an. poli

    
    

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