zuletzt bearbeitet: 01.06.2012 23:54 Uhr
Text
Text
Warnung vor dem Enkeltrick
Nach neuer Welle von Schockanrufen: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest. Drei ältere Frauen sind um insgesamt 7000 Euro ärmer.
Schweinfurt - Nachdem am Mittwoch und Donnerstag die Region Schweinfurt mit einer neuen Welle von sogenannten "Schockanrufen" überzogen worden war, ist der Schweinfurter Polizei bei großangelegten Fahndungsmaßnahmen am Donnerstagabend die Festnahme eines Tatverdächtigen gelungen.
Zuvor waren die Täter mit ihrer altbekannten Masche wieder drei Mal erfolgreich. Drei ältere Frauen brachten sie um insgesamt 7000 Euro. Der Litauer sitzt jetzt in Untersuchungshaft.
Immer gleiches Muster
Einem altbekannten Muster folgend, hatten sich die offenbar gut organisierten Betrüger in dieser Woche wieder die Stadt und Region Schweinfurt vorgenommen. Mehrfach meldeten sich ältere Frauen bei der Polizei und teilten mit, dass sie den Anruf eines russisch sprechenden Mannes erhalten hatten, der sich in der überwiegenden Zahl als Anwalt ausgab.
Er gaukelte dabei eine Notlage vor, in der sich der Sohn der Angerufenen angeblich befindet. Sehr oft wurde dabei vorgebracht, dass der Sohn einen Unfall verursacht habe und deswegen jetzt eine hohe Strafe auf ihn zukomme. Die Angehörigen wurden aus diesem Grund aufgefordert, durch die Zahlung von größeren Bargeldsummen dem Angehörigen aus seiner misslichen Lage zu befreien.
Den meisten der angerufenen Frauen war das Phänomen Enkeltrick bzw. Schockanruf aufgrund der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei bereits bekannt, so dass die Täter in diesen Fällen nicht zum Erfolg kamen. Erfreut stellt die Polizei fest, dass das Thema Enkeltrick bzw. Schockanruf auch in den gefährdeten Personenkreisen rege kommuniziert wird. So war eine der angerufenen Frauen von einer guten Bekannten gewarnt worden, die selbst in der Vergangenheit bereits entsprechende Anrufe erhalten hatte.
Warnungen helfen nicht
Trotz aller Warnungen waren die Betrüger jedoch auch diesmal wieder in zwei Fällen erfolgreich. Bei einer 73-Jährigen kamen sie auf diese Art und Weise am Mittwochmittag zu 4000 Euro. Tags darauf übergab eine 69-Jährige an einen zunächst unbekannten Geldabholer 2000 Euro. Wie sich dann herausstellte holte die selbe Person bei einer weiteren Rentnerin am Donnerstag noch einmal 1000 Euro ab.
Am Mittwoch und auch am Donnerstag war die Schweinfurter Polizei sehr intensiv den eingelaufenen Hinweisen nachgegangen und hatte auch entsprechende Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Am Donnerstagabend wurde dann eine Streifenbesatzung in der Niederwerrner Straße auf einen 39-Jährigen aufmerksam, auf den die Beschreibung exakt zutraf, die von dem Mann vorlag, der die Gelder abgeholt hatte. Der Litauer hatte vier Handys einstecken und konnte keine plausible Erklärung für seinen Aufenthalt in Schweinfurt geben.
Er wurde an Ort und Stelle festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Hier verbrachte er die Nacht zum Freitag in einer Arrestzelle. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt hatte der Mann inzwischen einen Termin beim Ermittlungsrichter. Nach Erlass eines Haftbefehls wanderte der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den Hintermännern dauern indes noch an. poli
Diesen Artikel
|
|||||
Die neuesten Kommentare
Ȇbersicht Hassberge
Stauden erst eingewöhnen
Neu gekaufte Stauden sind noch schwach und haben oft wenig Chancen auf dem Staudenbeet, wenn man sie sofort an Ort und Stelle setzt. Andere, kräftigere Nachbarpflanzen erdrücken sie häufig. »mehrAm Montag Sperrungen im Stadtgebiet
Ebern - In der Spitaltorstraße (Stadtberg) in Ebern kommt es am Montag, 27. Mai, von 6 Uhr bis voraussichtlich 18 Uhr zu... »mehr39-Jähriger übersieht Golf
Am Donnerstag gegen 11.30 Uhr ist es an der Verteilerspange der Staatsstraße 2278 zur B 279 erneut zu einem Verkehrsunfa... »mehrFrau vergisst Notebook auf Auto
Ausgerechnet auf dem Dach ihres Autos hat am Dienstagnachmittag eine 30-jährige Frau ihr Notebook vergessen. »mehrDas könnte Sie auch interessieren
BFV.TV - Das Bayerische Fußballmagazin
Party
Nachrichten
Sport
Gelesen
Kommentiert
Bewertet
Magazine
Umfrage






































