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KC 17-Ausbau ist im Plan

Beim Baustellentermin wird deutlich: Die Straße wird bis spätestens Mitte November wieder befahrbar sein. Die Verantworlichen sprechen von einer Bilderbuchbaustelle.

Von Peter Fiedler
  • Alexander Weinberger (Firma Rädlinger), Andrea Kleylein (Ingenieurbüro HTS, Kronach), Markus Pinker (Firma Rädlinger) Arnold Herrmann (Firma Rädlinger) sowie Thomas Kleylein (Ingenieurbüro HTS, Kronach) und Gunther Dressel (von links) bei der Besprechung an der Baustelle. Foto: Fiedler
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Wickendorf/Marienroth - Es lärmt und staubt, während Gunther Dressel, der Leiter der Tiefbauverwaltung im Landratsamt, mit Verantwortlichen der Firma Rädlinger und des Ingenieurbüros HTS den wöchentlich stattfindenden Baustellentermin abhält. Unentwegt fahren Lastwagen, die von Baggern mit Abraum beladen werden. Die Besprechung geht gut vonstatten. Das Ergebnis: Der Ausbau der KC 17 zwischen Wickendorf und Marienroth ist auf einem guten Weg, alles ist im Plan. Spätestens Mitte November wird man die Straße wieder freigeben.

Einiges hat sich getan, seit dem Spatenstich am 21. Juni. "Das ist eine Bilderbuchbaustelle. So wie es geplant war, ist es abgelaufen", freut sich Gunther Dressel, der Leiter der Tiefbauverwaltung im Landratsamt.

In den Planungsunterlagen vorgesehen war der vorwiegend felsige Untergrund, mit dem die Bagger im Bereich der Abfahrt nach Wickendorf die Steigung hoch zu kämpfen haben. "Weil der Boden in einigen Bereichen im Wald nicht tragfähig war, mussten wir hier einen Bodenaustausch vornehmen. Das war aber auf Grund eines Bodengutachtens geplant und ist auch einkalkuliert", erklärt Gunther Dressel.

So ist er mehr als optimistisch, dass man spätestens Mitte November die Straße freigeben wird. Wie von Gunther Dressel prophezeit (Neue Presse vom 26. Mai) hat die KC 17 im Zuge des Ausbaus ihr Gesicht völlig verändert. Zwei besonders gravierende Veränderungen gibt es an der Abzweigung nach Wickendorf und an der scharfen Rechtskurve vor Marienroth. Der Bereich bei der Abzweigung nach Wickendorf ist nicht mehr wiederzuerkennen. Die Kurven sind begradigt. Die Straße verläuft hier auf einer völlig neuen Trasse. Diese zieht sich nun fast geradlinig in einem sanften Anstieg den Berg hoch, ehe sie hinter dem Wald auf die alte Trasse mündet. Die Einmündung nach Wickendorf wird eine Abbiegespur und später noch eine Verkehrsinsel erhalten, ähnlich wie bei der KC 4 hinter Marienroth bei der Abfahrt nach Brauersdorf.

Das Prinzip großzügiger Kurvenradien wird auch im Kurvenbereich auf der Höhe vor Marienroth unterhalb des Funkturms fortgesetzt. Auch hier kommt es durch eine Entschärfung der Kurven zu mehr Sicherheit für die Fahrer.

Man kommt zügig mit dem Ausbau voran. Ein Grund sicherlich: Seit Juni ist die Straße voll gesperrt, man kann sich auf die Bauarbeiten konzentrieren. "60 000 Kubikmeter Abraum werden entstehen, etwa zehn Prozent werden wieder eingebaut, der Rest wird auf Halde gefahren", erklärt Gunther Dressel.

Von 7 Uhr bis 18.30 Uhr ist Baubetrieb. "Zehn Laster fahren derzeit Material bei Wickendorf weg, weitere zehn Laster fahren von Marienroth aus Frostschutz heran. Vier Bagger und eine Raupe sind im Einsatz. Insgesamt sind rund 30 Mitarbeiter auf der Baustelle", zählt Arnold Hermann, Polier der Firma Rädlinger auf.

Die neue Trasse ist mittlerweile fast komplett durchgezogen. "Seit Beginn der Bauarbeiten haben wir keinen Ausfalltag gehabt. Der Erdbau war immer im Betrieb. Es geht jetzt nur noch um einen Lückenschluss von 250 Metern", sagt Arnold Hermann. "Dann ist sie aber noch nicht mit dem Auto befahrbar", betont Gunther Dressel, "das haben einige schon zu spüren bekommen". Der Leiter der Tiefbauabteilung muss mit dem Kopf schütteln: "Seit Beginn der Baumaßnahme haben es Autofahrer, teilweise sogar Lastwagen versucht. Einige wollten per Navi durch den Wald fahren und sind hängen geblieben." Nach Abschluss der Arbeiten wird niemand mehr hängen bleiben. Zwischen den beiden genannten neuralgischen Punkten wird die Straße auf alter Trasse moderner gestaltet. Links und rechts der Straße wurden im Waldbereich vom Fahrbahnrand aus auf 7,5 Meter Breite die Bäume entfernt. "Der Vorteil dabei ist, dass wir keine Schutzplanken brauchen", so Gunther Dressel. Zudem sorgt dies im Winter für Sicherheit. Im Bereich der Ackerflächen kommt neben die Fahrbahn ein Bankett und je nach Notwendigkeit noch eine Entwässerungsmulde hinzu.

Gunther Dressel freut sich dass die Grundstücksverhandlungen mit allen Eigentümer gut über die Bühne gegangen sind. "Die alte Trasse wurde zurückgebaut und wird renaturiert", fügt Arnold Hermann hinzu. Rund 2,4 Millionen Euro wird der rund 2,7 Kilometer lange Ausbau der KC 17 den Kreis kosten. Aus FAG-Mitteln (Finanzausgleichsgesetz) erhält man eine satte 75-prozentige Förderung.

60 000 Kubikmeter Abraum werden entstehen, etwa zehn Prozent werden wieder eingebaut, der Rest wird auf Halde gefahren.

Gunther Dressel


Zahlen & Fakten

Ausbaulänge: 2,7 Kilometer

Grunderwerb: ca. 20 000 m²

Abraummenge: ca. 60 000 m³

eingebauter Frostschutz: 12 500 m³

eingebautes teerhaltiges

Material: ca. 2 500 m³

asphaltierte Fläche:

ca. 16 800 m²

Asphaltmenge: ca. 8000 to

Gesamtkosten:

2,4 Millionen Euro


    
    

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