zuletzt bearbeitet: 28.03.2012 05:59 Uhr
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Kritik an vhs-Beschluss
Der Plan des Kronacher Stadtrats, Grundlagen für eine Generalsanierung zu prüfen, stößt auf Skepsis. Dem Landrat geht er zu weit, Kreisrätin Marietta Rösler nicht weit genug. Ein runder Tisch soll nun eine Annäherung bringen.
Kronach - Der Beschluss des Kronacher Stadtrats, die Grundlagen für eine mögliche Generalsanierung des Volkshochschul-Gebäudes zu entwickeln (die NP berichtete), sorgt bei Landrat Oswald Marr für Stirnrunzeln. Vor allem, weil er bislang in die Diskussion nicht eingebunden wurde. "Wir sind bis jetzt völlig außen vor. Dabei zahlt der Kreis jährlich den Fehlbetrag, den die vhs erwirtschaftet. Wenn nun beispielsweise die Miete steigt, die die vhs an die Stadt zahlen muss, steigt auch der Fehlbetrag. Deshalb müssen wir gemeinsam drüber reden", sagt Marr am Freitag auf Anfrage der NP.
Natürlich habe auch er, Marr, ein Interesse an einem adäquaten Domizil für die Volkshochschule. Schließlich hätten die Frankenwald-Gemeinden vor vielen Jahren den Themenbereich Erwachsenenbildung an den Kreis übertragen. "Diese Aufgabe nehmen wir ernst", betont Marr. Allerdings müsse man gemeinsam die möglichen Folgen des städtischen Vorstoßes diskutieren. Sonst "kann es sein, dass der Kreistag Probleme hat, weiter für die Übernahme des Defizits zu stimmen", sagt Marr.
Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein erklärt, dass der Stadtratsbeschluss "gerade die Brücke bauen will, die sich der Landrat wünscht". Es sei entschieden worden, dass man zusammen mit dem Kreis und der vhs eine gemeinsame Lösung finden wolle: "Ich wünsche mir einen runden Tisch, wo alle Themen zur Sprache kommen. Wir müssen hier alle aufeinander zugehen", erklärt Beiergrößlein.
2. Bürgermeisterin Angela Hofmann, gleichzeitig Vorsitzende des vhs-Trägervereins, verweist auf die nächste Verwaltungsratssitzung der Volkshochschule. Dort säßen Vertreter aller relevanten Organe der Bildungseinrichtung zusammen.
Unterdessen sorgt die Frage nach der Zukunft der Volkshochschule auch innerhalb der Frankenwald-CSU für kontroverse Diskussionen. Kreisrätin Marietta Rösler, die im Verwaltungsrat der vhs sitzt, kritisiert in einer E-Mail an den Kreisvorstand, die der Neuen Presse vorliegt, das Verhalten der CSU-Fraktion im Kronacher Stadtrat. Die Verweigerung eines Grundsatzbeschlusses zur Generalsanierung des jetzigen Gebäudes passe nicht zur ansonsten propagierten CSU-Philosophie, wonach vorrangig in Bildung investiert werden müsse. Es "verwundert mich schon, dass eine langjährig erfolgreiche Bildungseinrichtung wie unsere vhs so wenig Wertschätzung erfährt", schreibt Rösler. Die vhs brauche Planungssicherheit, um ihre umfassende Bildungsarbeit auf hohem Niveau fortsetzen zu können: "Unsere vhs hat Vorbildfunktion in ganz Bayern." Deshalb schade auch der Vorschlag eines Umzugs der Einrichtung nach Gehülz oder Neuses. Dort sei die vhs viel zu schlecht erreichbar.
Der Vorsitzende der Kronacher CSU-Stadtratsfraktion, Bernd Liebhardt, bezeichnet die Kritik als "isolierte Einzelmeinung". Er und seine Kollegen hätten keineswegs gegen die vhs entschieden, sondern angesichts der Investitionskosten von geschätzten zwei Millionen Euro lediglich auf die Klärung einiger noch ausstehender Fragen gepocht: "Darüber muss man doch sprechen dürfen."
Das sieht auch Kreisvorsitzender Jürgen Baumgärtner so: "Ich habe Verständnis für die Haltung der Fraktion", sagt er der NP. Allerdings habe Marietta Rösler sachlich betrachtet in einigen Punkten recht, beispielsweise in der Umzugsfrage: "Ich denke, dass die vhs in der Kernstadt bleiben sollte", meint Baumgärtner.
Der CSU-Kreisvorstand plant, Mitte März in einer öffentlichen Sitzung über die Zukunft der Volkshochschule zu diskutieren. "Unsere Meinungsbildung ist noch nicht abgeschlossen", erklärte Vorsitzender Jürgen Baumgärtner. Die Debatte werde zielorientiert, aber ergebnisoffen geführt: "Es gibt keine Denkverbote."
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Verlustübernahmevertragvon Bermuda am 20.02.2012 20:26Durch den bei Kommunen ach so beliebten Defizitausgleich bzw. Verlustübernahmevertrag generiert man keinesfalls wirtschaftliches Denken. Die Dinge gehen einem leicht durch die Hand, wenn man nicht mit seinem eigenen Geld wirtschaften muss. Das ist sicher nicht im Sinne des Steuerzahlers. Es ist an der Zeit, Anreizsysteme zu installieren, damit diese "Defizitausgleiche" endlich beendet werden. |
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Defizit...von Botengaenger am 18.02.2012 10:06.... weshalb hat man vor einem Defizit bei der VHS Angst? Fehlen jetzt wohl die 100 000,- €, die man Kronach Creativ versprochen hat? |
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