zuletzt bearbeitet: 06.02.2012 06:01 Uhr
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Kronach gedenkt seines früheren Fürstbischofs
Mit historischen Kleidern und nachdenklichen Worten feiert die Stadt den Melchior-Otto-Tag. Pfarrer Teuchgräber wirbt für Gottes Wort. Auch der Bürgermeister mahnt.
Kronach - 359 Jahre nach dem Tod von Fürstbischof Melchior Otto aus dem Geschlecht Voit von Salzburg ist dieses Datum in Kronach wieder gefeiert worden. Die historischen Gruppen der Kreisstadt sorgten dafür am Sonntag mit einem prächtigen Rahmen.
Vor seinem Tod war Melchior Otto zehneinhalb Jahre lang Landesherr des Fürstbistums Bamberg. Die Kronacher jener Zeit waren ganz treue Untertanen ihres Fürstbischofs, erinnerte Regionaldekan Thomas Teuchgräber. Die Kronacher bedankten sich mit dem Bau der Ehrensäule auf dem Melchior-Otto-Platz vor der Stadtpfarrkirche und es wurde in jener Zeit ein jährliches Lobamt gestiftet, das nach seinem Tod in einen ewigen Jahrtag umgewandelt wurde.
Aus dem Evangelium
"Kehrt um" habe einst Jona den Einwohnern der Stadt Ninive im Auftrag Gottes verkündet, las Teuchgräber aus dem Evangelium. Die Bewohner Ninives hörten auf diese Botschaft und bekehrten sich. Das Buch Jona halte uns heute den Spiegel vor. "Was will ich, dass Gott mit den Menschen machen soll? Soll er sie vernichten wenn sie nicht wollen was ich will oder bin ich bereit, dazuzulernen, dass Gott noch mehr kann mit den Menschen als ich ihm zutraue?" Gott rufe Menschen auf für Versöhnung einzutreten. Er rufe Menschen, das Reich Gottes anzusagen, die Ethik Jesu: das Helfen, Ehrlichsein, Verzeihen. Wo Menschen die Botschaft Jesu lebten, breche das Reich Gottes an.
Aus der Geschichte könnten wir lernen und Kraft und Mut sammeln, um gemeinsam die Zukunft der Stadt Kronach nach vorne zu bringen, betonte ein ebenfalls historisch gewandeter Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein. Bürger die sich verstehen und zusammen hielten, schritten in der Vergangenheit über schwierige Wegstrecken voran. rg
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