zuletzt bearbeitet: 03.09.2012 06:01 Uhr
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"Werden den Umsatz nicht ganz halten können"
Die Schützen registrieren rund 150 000 Besucher auf dem Festplatz. Doch die Gäste geben weniger aus als im Jahr 2011.
Herr Wittig, wie fällt Ihre Freischießen-Bilanz 2012 aus?
Wir sind zufrieden. Die Besucherzahlen waren sehr gut, das Wetter sogar fantastisch. Es ist an allen Abenden trocken geblieben. Wir schätzen, dass wir wie im Vorjahr etwa 150 000 Gäste hatten. Besonders hat mich gefreut, dass beim Abschlussgottesdienst so viele Leute da waren.
Schlägt sich der gute Besuch auch finanziell nieder?
Es wird noch ein wenig dauern, bis belastbare Zahlen vorliegen. Aber es sieht so aus, als würden wir das Umsatzergebnis von 2011 nicht ganz erreichen können.
Woran liegt das?
Viele Schausteller und Budenbesitzer haben mir gesagt, dass sie eine gewisse Zurückhaltung im Konsumverhalten festgestellt haben. Das Geld saß also bei den Besuchern nicht so locker. Darauf weisen auch die Tagesbilanzen der Brauereien hin. Wir hatten heuer zudem ein Fahrgeschäft mehr auf dem Platz als 2011. Der Kuchen wurde also für alle ein wenig kleiner.
Wie lief das Fest aus organisatorischer Sicht?
Gut. Es hat keine Unfälle gegeben. Und das, obwohl an manchen Abenden, beispielsweise am zweiten Samstag, wirklich die Hölle los war. Insofern hat sich der Aufbau bewährt. Auch die Stromversorgung hat gut funktioniert. Da mussten wir kurz vor dem Start nochmal nachbessern. Mit der Arbeit der Sicherheitsdienste waren wir ebenfalls sehr zufrieden.
Aber die Diskussion über die Behindertenparkplätze dürfte Ihnen nicht gefallen haben.
Ich denke, das kann jeder bewerten, wie er möchte. Wir haben im Vergleich zu früheren Jahren prinzipiell eine bessere Regelung gefunden. Die Behinderten konnten heuer sicher sein, dass die Parkplätze auch wirklich für sie zur Verfügung standen. Das hat in der Diskussion kaum jemand gesagt. Es ging meist nur um die Höhe der Gebühren.
Überlegen Sie, die Gebühren im nächsten Jahr zu verändern?
Wir werden uns mit dem Thema im Herbst befassen. Es ist ja so, dass wir als Schützengesellschaft heuer erstmals selbst für die Bereitstellung dieser Parkplätze gesorgt haben. Wir wollen aus der Diskussion lernen. Ich will nicht ausschließen, dass wir nächstes Jahr von fünf Euro auf 2,50 Euro runtergehen.
Denken Sie auch über eine Behindertentoilette auf dem Festplatz nach?
Ja, das tun wir. Im Schützenhaus selbst ist das aus baulichen Gründen nicht möglich. Aber wir überlegen, vielleicht an eine der Bierhallen eine Behindertentoilette anzubauen. Auch darüber werden wir ab Herbst intensiver sprechen.
Das Gespräch führte Christian Kreuzer
Lesen Sie auch "Schattenseiten des Freischießens".
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