zuletzt bearbeitet: 02.03.2012 06:04 Uhr
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ZDDK stimmt für ihre Auflösung
Zum Jahresende überträgt die Zentrale Diakonie- station Marktrodach-Küps die ambulante Pflege an das Diakonische Werk. Sie wird demnach überflüssig.
Seibelsdorf - Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Zentralen Diakoniestation Marktrodach-Küps (ZDDK), zu der Vorsitzender Pfarrer Walter Jung am gestrigen Donnerstag ins Pfarrhaus in Seibelsdorf eingeladen hatte, berieten Mitglieder der Kirchengemeinden Burkersdorf-Hain, Fischbach, Küps, Unterrodach, Seibelsdorf sowie der Diakonievereine über die Übertragung der ambulanten Pflege an das Diakonische Werk und die Auflösung des ZDDK (NP vom 16. Februar).
Im Oktober 1998 war der Zusammenschluss der Diakoniestationen Küps und Seibelsdorf zum ZDDK beschlossen worden. Auch wenn mancher Jahresabschluss negativ ausgefallen sei, sei dies noch kein Grund von einem Desaster zu sprechen: "Es wäre makaber, wenn wir uns als Schuldenverein dem Diakonischen Werk anschließen würden", betonte Walter Jung. Der Diakonieverein Küps wolle nicht mehr im ZDDK bleiben, da er mit dem Diakonieverein Schmölz eine gemeinsame Diakoniestation betreiben wolle. Auch habe man das Ziel, nämlich den Zusammenschluss aller Diakoniestationen im Diakanatsbezirk Kronach unter dem Dach des ZDDK, nicht erreicht. "Wir sind allein geblieben", bedauerte Jung. Dieser Zusammenschluss der Diakoniestationen könne jetzt im Diakonischen Werk viel besser geschehen. Das Personal werde durch Überleitungsverträge übernommen und auch für die Pflegebedürftigen würde sich nichts ändern.
Höhere Effektivität
Wie Karin Pfadenhauer, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Kronach-Ludwigsstadt-Michelau und seit einem Jahr auch des ZDDK, informierte, habe man in Schmölz bisher erfolglos nach geeigneten Räumen für eine Sozialstation gesucht. Da das Diakonische Werk in der Jugendwerkstatt in der Kantstraße in Küps durch die Schließung von Malerei und Näherei hohen Leerstand habe, sei an die Diakonievereine Küps und Schmölz das Angebot unterbreitet worden, diese als Sozialstation zu nutzen. Wenn sich Küps, Schmölz und Seibelsdorf unter das Dach des Diakonischen Werkes begeben würden, wäre die Effektivität weitaus größer und genau das, was damals mit dem ZDDK beabsichtigt worden sei, wäre erreicht, sagte Pfadenhauer. Wenn sich Küps und Schmölz zusammenschließen und nur noch Seibelsdorf bleibt, habe der ZDDK keinen Sinn mehr. Die Diakoniestation bleibe in Seibelsdorf erhalten. In Küps werde in neuen Räumen die Station weitergeführt. Jede Diakoniestation habe dann ihren Schwerpunkt und man könne sich gegenseitig bereichern.
Laut Pfarrer Walter Jung ist die Übertragung der ambulanten Pflege des ZDDK an das Diakonische Werk Kronach-Ludwigsstadt-Michelau zwischen April und November vorgesehen. Dieser Beschluss wurde mit einer Enthaltung bei 21 stimmberechtigten Mitgliedern angenommen. Der Auflösung des ZDDK zum 31. Dezember 2012 wurde mit drei Enthaltungen zugestimmt. bel
Bei den Neuwahlen wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Vorsitzender bleibt Walter Jung (Kirchengemeinde Seibelsdorf), 2. Vorsitzender Reinhold König (Kirchengemeinde Burkersdorf/Hain), Schriftführerin Rosemarie Ritter (Kirchengemeinde Küps), Kassierer Stefan Wich-Heiter (Diakonieverein Seibelsdorf-Unterrodach), Beisitzer Geschäftsführerin Karin Pfadenhauer (Diakonisches Werk Kronach), Irene Trapper (Kirchengemeinde Unterrodach), Alina Ellgring (Kirchengemeinde Fischbach) und Friedrich Seegenschmiedt (Diakonieverein Küps-Burkersdorf-Hain).
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