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Zeit für Schnäppchenjäger

Am Montag fällt der Startschuss für den Winterschlussverkauf. Für die Kronacher Verkäufer ist er lediglich eine Notwendigkeit. Die Kunden freuen sich auf Sonderangebote.

Von Katharina Jungkunz
  • Ab heute kommen Kunden im Winterschlussverkauf wieder voll auf ihre Kosten. Foto: Wunderatsch
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Kronach - Am Montag startet der bundesweite Winterschlussverkauf. Der letzte Montag im Januar war einst der gesetzlich vorgeschriebene und bei den Kunden bekannte Starttermin. Obwohl der Winterschlussverkauf offiziell nicht mehr existiert, halten die Kronacher Geschäfte weiterhin daran fest.

"Durch die Wetterverschiebung, also den milden November und Dezember, herrscht eigentlich schon die ganze Zeit Schlussverkauf-Stimmung", erzählt Peter Schnell, Geschäftsführer des Kaufhauses Weka in Kronach. Die Lager würden nun verstärkt geräumt, um ab Februar genügend Platz für die Sommerware der kommenden Saison zu haben. Trotz des lauen Winters sei nicht mehr allzu viel Winterware übrig: "Wir hatten ja zuletzt doch noch ein paar kalte Tage, da hat sich die Sache einigermaßen bereinigt." Natürlich würde man als Verkäufer die Ware auch lieber zum normalen Preis loswerden, da durch die Reduzierung Kosten nicht gedeckt würden. "Aber die Ware zu lagern, kostet auch Geld, deshalb ist eine Lagerräumung durch Reduzierung der Ware schon sinnvoll", erklärt Schnell und fügt hinzu: "Außerdem ist es nicht schön, wenn in der neuen Saison noch die Kleider vom letzten Jahr an der Stange hängen." Schließlich wollten die Kunden gerne etwas Neues sehen.

Den Grund, warum weiterhin am Winterschlussverkauf festgehalten wird, obwohl er längst keine Pflicht mehr ist, kennt Johannes Fehn, Kreisvorsitzender des Einzelhandelsverbandes und Inhaber des Taschengeschäfts Leder Kestel: "Weil's der Kunde will." Außerdem müsse man, wenn man zu viel eingekauft hat, die restliche Ware "rausschmeißen". "Für den Händler rentiert sich das nicht, aber für den Kunden", lacht Fehn. Auch bei Leder Kestel würde man ohne den Winterschlussverkauf wahrscheinlich auf bestimmten, mit Kunstfell verzierten Taschenmodellen sitzen bleiben: "In der nächsten Saison sind die nicht mehr in Mode." Den Bedarf an Ware für die nächste Saison zu schätzen, sei nicht einfach: "Wir machen es immer so, dass wir etwas auf Lager haben und bei Bedarf nachbestellen können, das geht." Bei Schuhgeschäften sehe es hingegen schwieriger aus. "Schuhgeschäfte müssen schon im Sommer in bestimmten Mengen ordern. Da bleibt man dann automatisch auf gewissen, nicht besonders gängigen Größen sitzen. Deshalb muss man reduzieren, damit die Ware weggeht", erklärt Fehn.

Der Kronacher Mode-Laden Jojo wirbt mit einem großen Prozent-Schild im Schaufenster für den Schlussverkauf. "Es gibt zwar keinen gesetzlich vorgeschriebenen Winterschlussverkauf mehr, aber man behält ihn eben trotzdem bei, um Platz für die neue Ware zu machen", meint Marion Falkmann.

Seitdem der Schlussverkauf keine Pflicht mehr ist, werde er jedoch von den Kunden auch nicht mehr so gut angenommen. "Die großen Konzerne reduzieren ja das ganze Jahr über irgendwelche Artikel, sodass die Kunden den saisonalen Schlussverkauf nicht mehr richtig wahrnehmen", bemerkt Falkmann. Dabei könne man im Moment richtig gute Schnäppchen machen: "Dadurch, dass der Winter so mild war, kann man jetzt wirklich günstig einkaufen."

Große Beteiligung

Bundesweit werden sich nach Angaben des Handelsverbands HDE gut drei Viertel der rund 400 000 Einzelhändler am Schlussverkauf beteiligen. Angebote werde es auch in vielen Möbelgeschäften, Bau- und Elektronikmärkten geben. Der WSV ist seit dem Fall des Rabattgesetzes vor rund zehn Jahren eine freiwillige Angelegenheit, an der sich aber die meisten Händler orientieren. dpa


    
    

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Die neuesten Kommentare

Rabatt-Schlacht geht weiter – bis zu 77 Prozent!

von sieschonwieder am 31.01.2012 09:44
Der Winter-Räumungsverkauf hat begonnen - Schnäppchen des Tages - Jetzt bis zu 77% sparen! Was kommt da noch auf uns zu?
Milde Temperaturen, kein Schnee in Sicht. Die Einzelhändler stöhnten über das Ausbleiben des Winters. Warme Jacken, Schuhe, Skier und Schlitten werden zum Ladenhüter. Aber jetzt muss alles raus, die Frühlingsware wartet schon! Bei manchen Unternehmen dürfen die Kunden sogar auf weitere Preisstürze hoffen,
In Deutschland liefern sich die Händler eine Schnäppchen-Schlacht mit 55 bis 80 Prozent Rabatt.
Einen schweren Stand haben in diesem Winter die Sportartikelhändler: allein im Dezember sackte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 28 Prozent ab.
UPS > da ist wohl ein bisschen viel schief gelaufen mit dem Weihnachtsgeschäft! Der Kunde entscheidet wo, wie und wann er sein Geld ausgibt!!!
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