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Eine neue Krankenhaus-Generation

Gesundheitsminister Markus Söder preist das "Green Hospital" als Leuchtturmprojekt. Der Neubau des Lichtenfelser Klinikums vereint Umweltschutz und Gesundheit.

  • Einen Korb für den Minister Markus Söder (Mitte) überreichten (von links) stellvertretender Landrat Helmut Fischer, Landtagsabgeordneter Christian Meißner, CSU, Vorsitzender des Bauausschusses und Geschäftsführer der Klinik GmbH, Michael Jung, und Architekt Roland Schmidt. Foto: Welz
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Lichtenfels - Voller Überschwang priesen gestern Gesundheitsminister Markus Söder, Landtagsabgeordneter Christian Meißner, CSU, und stellvertretender Landrat Helmut Fischer die Konzeption des Green Hospitals im Ersatzbau des Helmut-G.-Walther-Klinikums in Lichtenfels. Funk, Fernsehen und alle regionalen Zeitungen vernahmen eine Botschaft, die nicht ganz neu, dafür aber umso wirkungsvoller präsentiert wurde. Meißner jubelte: "Wir setzten dem Ersatzneubau eine Krone auf." Und Söder stimmte mit den Worten ein: "Das Green Hospital ist ein Brückenschlag zwischen den Themen Gesundheit und Umwelt, ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft weit über Bayern hinaus."

Der Minister hob das neue Energiekonzept hervor, das für neue Krankenhäuser in Bayern beispielhaft sein werde. "Dank einer innovativen Gebäudehülle erreicht das Krankenhaus fast Passivhaus-Standard", sagte er. Durch Solar-, Geothermie- und Photovoltaikanlagen sowie eine Hackschnitzelheizung könne das Krankenhaus zwölf Prozent seines Strombedarfs und 26 Prozent seines Heizbedarfs selbst erzeugen. Der Rest werde durch Biogas und Ökostrom gedeckt. Erstmals in einem bayerischen Krankenhaus würden im kompletten Gebäude LED-Leuchten installiert, die den Gesamtstrombedarf um zehn Prozent senkten.

Patientenfreundliche Zimmer, neueste Technologie und ästhetische Ökologie schafften eine Atmosphäre, in der sich die Kranken wohlfühlen und damit auch schneller gesund werden, hoffte der Minister. Auch die Mitarbeiter fänden optimale Arbeitsbedingungen vor. Im Umfeld des Krankenhauses könnten neue Arztpraxen entstehen und damit die Lebensqualität aller Bürger verbessern.Die Baukosten des Krankenhauses bezifferte er auf 105 Millionen Euro, von denen der Freistaat 78 Millionen fördere. Aus dem Topf "Aufbruch Bayern" kämen acht Millionen für das Green Hospital-Konzept. Mit den Investitionen wolle man die geplante Zertifizierung als Gesundheitsregion fördern und gleichzeitig den ländlichen Raum stärken. "Wir wollen zeigen, was auch im ländlichen Raum machbar ist", unterstrich der Minister.

Stellvertretender Landrat Helmut Fischer nahm die Vorstellung des Green Hospitals zum Anlass, für die Gesundheitsregion Obermain zu werben. "Wir wollen gemeinsam mit allen Partnern in der Region das Qualitätssiegel erhalten", forderte er. Der Landkreis starte dazu eine Fragebogenaktion.

Geschäftsführer Michael Jung hoffte auf den Ersten Spatenstich für das neue Krankenhaus Anfang November. Mit dem Wegebau und der Verlegung des Hubschrauberlandeplatzes würden die Arbeiten beginnen. Den Baubeginn schätzte er auf Mitte 2012 und die Inbetriebnahme für das Jahr 2015. Den ärztliche Direktor des Klinikums, Dr. Roland Starker, interessierte die Stromabgabe aus den Photovoltaikanlagen in das öffentliche Netz und ob eine Speicherung der Energie möglich sei. Minister Söder bestätigte, dass nicht benötigter Strom verkauft werde, man erforsche aber derzeit Möglichkeiten, den Strom für Spitzenzeiten des Verbrauchs zu speichern. aw

    
    

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