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Erschienen am 21.08.2007 00:00
ABSCHLUSS DES HUK-COBURG-OPEN-AIR-SOMMERS
Mit Pauken und Trompeten
Berliner Band Seeed ließ den Coburger Schlossplatz beben
VON FLORIAN VÖLKL
HROS3257 Bild vergrößern
Ruth Maria Renner alias Miss Platnum war der Supporting Act.
Bild: HENNING ROSENBUSCH

Die Reggae/Dancehall-Band Seeed sorgte am Sonntagabend für einen fulminanten Abschluss des diesjährigen HUK-Coburg-Open-Air-Sommers.

Zunächst heizte die ebenfalls aus Berlin kommende Musikerin Miss Platnum zusammen mit ihren beiden Sängerinnen und ihrer Band den, wie der Veranstaltungsservice Bamberg gestern mitteilte, rund 8000 Besuchern gehörig ein. Mit einer Mischung aus Hip-Hop, Soul, R‘n‘B und Elementen rumänischer Volksmusik mit Trompete, Posaune und Tuba rissen sie schon vor dem Auftritt von Seeed die Menge mit.

Um 21.17 Uhr hieß es Licht an für das elfköpfige Ensemble Seeed, das gleich mit seinem ersten Lied, dem dröhnendem „Wir sind Seeed Reeemix“, die Zuhörer in seinen Bann zog. Wer dann von den basslastigen Riddims und der von Posaunen und Trompeten geprägten Musik noch nicht mitgerissen wurde, dem machten spätestens die drei Tänzerinnen der BadaBashCrew Dampf. Nun kreisten selbst die Franken die Hüften und die vereinzelten Rasta-Locken wippten ebenso mit wie die Flachmähnen.

Ein Hit jagte den nächsten, es blieb wenig Zeit zum Durchatmen. Vor allem bei den bekanntesten Liedern der 1998 gegründeten Combo, „Music Monks“, „Release“ und „Aufstehn!“, flippte die Menge aus und die Arme wurden in die Höhe gerissen. Nicht nur eingefleischte Reggae-Fans packte das Fieber.

Ein Highlight war der Hit „Dickes B“, mit dem Seeed 2001 den Durchbruch schaffte. Die Menge tobte geradezu, als sie den letzten Teil des Liedes als Remix mit dem Beat von Justin Timberlakes „Sexyback“ spielten, was sich zwar ungewohnt anhörte, aber trotzdem oder gerade deswegen so begeisterte.

Sänger Ear alias Demba Nabé trug sogar das Lied „Louder“ seines Soloprojekts „Boundzound“ vor, was neben „The Power of Love“ zu weiteren großartigen Momenten des Abends zählte. Den Klassiker von Frankie Goes to Hollywood gab die Band in einer eigenen Version zusammen mit Miss Platnum zum Besten, die Zuhörer lagen sich dabei in den Armen.

Nach einer zehnminütigen Einlage, in der Seeed-DJ Luke sein Können unter Beweis stellte, ging es für die Gewinner des „Bundesvision Song Contests“ 2006 im zweiten Teil des Abends in roten Anzügen und vor einem riesigen „Seeed“-Schriftzug weiter. Die Gruppe selbst, allen voran die Sänger Enuff, Ear und Eased, hatte sichtlich enormen Spaß bei ihrem einzigen Konzert zwischen Bonn und Augsburg.

Der krönende Abschluss des Auftritts der international erfolgreichen Berliner war nach rund 90 Minuten Spielzeit eine Zugabe mit ihrem Hit „Ding“, danach verabschiedeten sie sich mit den Worten: „Bis zum nächsten Mal, Coburg!“

„War das ein geiles Konzert!“ und „Viel besser als P!nk!“ war danach auf dem Schlossplatz von begeisterten Fans zu hören.

Bis zum nächsten Mal, Seeed!

 
 

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