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Erschienen am 04.12.2008 14:46
KONZERT (Mit Bildern)
Peter Fox in Nürnberg

Nürnberg – Viele wollten den selbst ernannten Stadtaffen sehen und so war es nicht verwunderlich, dass das Nürnberg-Konzert des Berliners Peter Fox vom Hirsch in den größeren Löwensaal verlegt werden musste. Dass der Frontmann der Reggae-Größen „Seeed“ mit seinem Soloalbum generationsübergreifend den Zeitgeist getroffen hat, machte ein Blick in den schon eine Stunde vor Konzertbeginn restlos überfüllten Saal deutlich: Von den gerade erst ins Teenager-Alter entlassenen Jungfans bis hin zu den betagteren Reggae-Veteranen war alles vertreten.

BILDERGALERIE
Peter Fox in Nürnberg
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Verständlich, denn Peter Fox, alias Pierre Baigorry, hat mit seinem runden Album das geschafft, was „Seeed“ zumindest bei ihrer letzten Platte „Next!“ etwas abhanden gekommen war: Neben eingehenden Beats sind die Texte authentisch, kommen auf den Punkt, ohne zwanghaft originell sein zu wollen. Und so konnte man nur kopfnickend zustimmen, als Peter Fox den Refrain seines Songs „Alles Neu“ in den Saal entließ: „Alles glänzt, so schön neu!“

Seine Seeed-Wurzeln legt Fox trotzdem nicht ab, sie bleiben – wohl auch bewusst – unverkennbar. Neben zwei eingespielten Songs der Berliner Gruppe erinnerte im Löwensaal die Performance der zwölfköpfigen Band vom Auftritt und Outfit her doch stark an die Heim-Band. Auch die Beats ließen erahnen, woher Fox kommt und wohin er wohl auch bald wieder gehen wird.

Die knapp 1500 Gäste zeigte sich textsicher und wenig enttäuscht darüber, dass der Auftritt bei 25 Euro Eintritt trotz Zugabe gerade 80 Minuten dauerte. „Ich habe einfach nicht mehr Song“, lieferte der zwischen den Liedern eher wortkarge Fox eine plausible Erklärung. Gespielt wurden in der Tat nahezu alle Albumtitel.

Den Fans wars egal, zufrieden drängelten sie sich nach draußen. Und auch wenn das Konzert teilweise wie eine Promo-Tour für das Album „Stadtaffe“ anmutete, konnte man sich dem erfrischenden Reggae des Peter Fox nicht entziehen. Fünf 13-jährige Jungs aus einem Nürnberger Vorort brachten es vielsagend auf den Punkt: „Hier mussten wir einfach hin!“ 
 
 

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