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Erschienen am 19.03.2009 00:00
COBURG LIEST
Erzählungen aus den Kulturen der Welt
Coburg – Mit einem außerordentlich breit gefächerten Programm warten auch in diesem Jahr die Coburger Literaturtage auf, die unter der Bezeichnung „Coburg liest!“ vom 23. bis 30. April bereits zum sechsten Mal stattfinden.
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Sudabeh Mohafez.
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CoburgMit einem außerordentlich breit gefächerten Programm warten auch in diesem Jahr die Coburger Literaturtage auf, die unter der Bezeichnung „Coburg liest!“ vom 23. bis 30. April bereits zum sechsten Mal stattfinden. Von der Autorengala mit Uwe Timm über Lesungen „In den Häusern unserer Stadt“ und die „Lange Nacht der kurzen Geschichten“ bis hin zur Lesung mit „der Polen liebsten Deutschen“ Steffen Möller reicht die Bandbreite des Programms, das die Organisatoren gestern bei einem Pressegespräch vorstellten.

Als neuer Partner der Coburger Literaturtage wurde das Coburger Landestheater gewonnen. Es nimmt den „Welttag des Buchs“, den 23. April, zum Anlass für zwei besondere Theater-Extras, die auch den Auftakt von „Coburg liest 2009!“ bilden: Am Morgen werden Ensemblemitglieder des Landestheaters mit Kinder- und Jugendliteratur in Coburger Schulen zu Gast sein. Nach dieser „Literatur in den Schulen unserer Stadt“ findet am Abend „Literatur in den Häusern unserer Stadt“ statt: Private Gastgeber öffnen ihre Wohnungen und Häuser, und auch dort werden Ensemblemitglieder des Landestheaters Coburg lesen.

Den Auftakt zur „Langen Nacht der kurzen Geschichten“ machen am Freitag, 24. April, um 19 Uhr im Andromedasaal der Ehrenburg Markus Orths und Sudabeh Mohafez. Markus Orths, einer der erfolgreichsten und fleißigsten jüngeren Autoren, wird mit ausgewählten Geschichten aus seinem 2006 erschienenen Erzählband „Fluchtversuche“ die „lange Nacht“ eröffnen.

Vier Autoren, eine Nacht

Die in Teheran geborene Sudabeh Mohafez stellt danach ihr Debüt „Wüstenhimmel, Sternenland“ vor. Sie erzählt von zwei Kulturen, der iranischen und der deutschen, und davon, wie es ist, mit der einen in der anderen zu leben.

Nach einer Pause wird die „lange Nacht“ im kleinen Saal des Gemeindezentrums St. Augustin um 20.30 Uhr mit Lutz Seiler und Eva Demski fortgesetzt. Lutz Seiler, der im Peter-Huchel-Haus in Wilhelmshorst bei Berlin lebt und dessen Literaturprogramm leitet, wird aus seinem 2008 erschienenen Erzählband „Turksib“ lesen, in dem er eine winterliche Zugfahrt durch radioaktiv verseuchte kasachische Landschaften schildert.

Eva Demski, die als freie Journalistin und Schriftstellerin in Frankfurt am Main lebt, wird ihre soeben erschienenen „Gartengeschichten“ vorstellen, in denen sie ihre besondere Beziehung zum Garten beschreibt, der sie „mehr als einmal gerettet“ habe.

Coburg liest – unterwegs

Am Sonntag, 26. April, ist „Coburg liest“ zum zweiten Mal „unterwegs“. Mit dem Zug geht es nach Bamberg, wo man sich „Auf den Spuren von E.T.A. Hoffmann in Bamberg“ bewegen wird, der dort von 1808 bis 1813 gelebt hat. Besucht wird das E.T.A.-Hoffmann-Haus. Durch das multimediale Literaturmuseum führt Dr. Reinhard Heinritz. Nach dem Mittagessen steht ein kleiner Hoffmann-Rundgang zu ausgewählten Orten auf dem Programm, auf dem Hannelore Schönlau aus Briefen und Erzählungen Hoffmanns lesen wird.

Am Montag, 27. April, um 20 Uhr stellt der 1973 in Bagdad geborene Abbas Khider seinen Roman-Erstling „Der falsche Inder“ in der Rückertschule (Löwenstraße) vor. Khider, im Irak mehrere Jahre aus politischen Gründen inhaftiert und danach jahrelang als Flüchtling in verschiedenen Ländern unterwegs, erwarb 2007 die deutsche Staatsangehörigkeit und zog 2008 nach Berlin um. In „Der falsche Inder“ verbindet er die Exotik des Orients mit den Lebenserfahrungen eines Flüchtlings und beeindruckt durch seinen ungeschönten Blick und die Beiläufigkeit, mit der er vom Elend wie von Wundern erzählt. Gestaltet wird die Lesung von Schüler/innen der Klasse 9b der Rückertschule.

Beim traditionellen Filmabend am Dienstag, 28. April, wird um 20.15 Uhr im Kino 9 des Utopolis „Die Entdeckung der Currywurst“ gezeigt, den die Regisseurin Ulla Wagner 2007 nach Uwe Timms gleichnamiger Novelle drehte.

Ein besonderes Highlight ist den Organisatoren der Literaturtage mit der Verpflichtung von Steffen Möller gelungen. Möller, laut „Spiegel“ „der Polen liebster Deutscher“, wird am Mittwoch, 29. April, um 20 Uhr im Kongresshaus aus seinem Bestseller „Viva Polonia – Ein deutscher Gastarbeiter in Polen“ lesen, in dem er von seinen Erfahrungen als Deutscher in Polen erzählt. Er beschreibt skurrile Alltagssituationen, entlarvt Vorurteile auf beiden Seiten und geht Klischees auf den Grund.

Abschluss und Höhepunkt der Coburger Literaturtage 2009 wird am 30. April eine Autorengala mit Uwe Timm sein, die um 20 Uhr im Großen Saal des Gemeindezentrums St. Augustin beginnen wird. Uwe Timm wird vor allem aus seinen jüngsten Werken „Der Freund und der Fremde“ (2007) und „Halbschatten“ (2008) lesen sowie mit einer weiteren Textauswahl überraschen.

Weitere Informationen:

www.coburgliest.de.

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Steffen Möller.
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Eva Demski.
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Abbas Kider.
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Uwe Timm.
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„Entdeckung der Currywurst“.
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Lutz Seiler.
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Markus Orths.
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