Coburg – Der Coburger Stadtrat hat Oberbürgermeister Norbert Kastner am Donnerstagabend in vertraulicher Sitzung zum Standesbeamten bestellt. Nachdem der Stadtrat die Vertraulichkeit des Beschlusses aufgehoben hatte, beantwortete der OB der Neuen Presse Fragen, warum er dieses Amt zusätzlich zu seinem vielseitigen Aufgabengebiet übernommen hat.
Herr Oberbürgermeister, warum haben Sie das Amt des Standesbeamten angestrebt?
Anstreben ist sicher nicht die richtige Formulierung. Mir ist ja ohne die Bestellung zum Standesbeamten nicht langweilig. Sagen wir mal, besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen.
Besondere Umstände: die Vermählung von Hubertus Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha und der Amerikanerin Kelly Rondestvedt am 21. Mai 2009?
Sicherlich. Es gibt den Wunsch, dass die Trauung zweisprachig, Deutsch – Englisch, durchgeführt wird. Und da haben sich die Blicke auf mich gerichtet.
Erwartet die Stadt von der Fürstenhochzeit eine europaweite Ausstrahlung, die dem Stadtmarketing dient?
Es ist wohl davon auszugehen, dass die Vermählung auf überregionales Interesse stoßen wird. Ob europaweit, kann ich nicht beurteilen.
Stehen Sie künftig für alle Brautpaare als Standesbeamter zur Verfügung?
Auch wenn ich heute schon eine ganze Reihe von Anfragen habe, wird es sich schon allein aus Zeitgründen auf Ausnahmefälle beschränken müssen.
Fragen: Wolfgang Braunschmidt











