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Ressort Coburg
Erschienen am 12.05.2009 00:00
Mit "Victoria" rund um den "Albert"
Adelshochzeit | Ehrenspalier, Böllerschützen und großes Medieninteresse - Georg Funk auf dem Kutschbock

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Coburg - "Dinoni" und "Lucky" heißen die beiden Wallache, die die Hochzeitskutsche mit Hubertus Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha und seiner Frau Kelly durch Coburg ziehen werden. Pferde und Kutsche gehören Georg Funk aus dem Ahorner Ortsteil Witzmannsberg. Er wird am Samstag, 23. Mai, das herzogliche Brautpaar von der Morizkirche zum Schloss kutschieren.

Die Hochzeit des Erbprinzen mit der US-Amerikanerin werden die Stadt und die Familie Sachsen-Coburg und Gotha in den Blickpunkt der Gesellschaftspresse rücken. Rund 25 Fernseh-Aufnahmeteams und Fotografen haben sich bei der herzoglichen Hauptverwaltung schon um Plätze auf den beiden Pressepodesten bemüht, um Bilder von dem herzoglichen Brautpaar zu machen.

Die standesamtliche Trauung wird Oberbürgermeister Norbert Kastner am Donnerstag, 21. Mai, auf Schloss Callenberg vollziehen. Am Tag danach wird es dort einen bayerisch-amerikanischen Abend geben, ehe am Samstag, 23. Mai, die kirchliche Trauung in der St.-Moriz-Kirche stattfindet.

Vor und nach der kirchlichen Zeremonie, die etwa von 12 bis 13 Uhr dauert, wird es Gelegenheit für die Zaungäste geben, einen Blick auf das Brautpaar und die sicherlich illustre Hochzeitsgesellschaft zu werfen. Alle Feiern und Zeremonien sind als interne Veranstaltungen vorgesehen und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Gegen 13 Uhr am Samstag wird das junge Ehepaar die Morizkirche verlassen. Gegenüber des Hauptportals wird eine Tribüne für die Pressefotografen und Bildjournalisten aufgebaut, eine weitere solche Bühne wird es am Schlossplatz geben. Wie zu hören war, könnten die niedrigen Tribünen von rund acht mal zwei Metern für das große Medieninteresse durchaus nicht ausreichen.

In einer halb offenen Kutsche geht die Fahrt mit dem Brautpaar von der Morizkirche die Steingasse hinunter, am Rathaus vorbei und weiter zum Stadthaus. Durch die Herrngasse verlässt die Kutsche den Marktplatz und wird über den Theaterplatz weiter fahren. Zwischen Landestheater und Industrie- und Handelskammer hindurch wird der Schlossplatz erreicht, wo die Kutsche links am Rondell in den Innenhof der Ehrenburg einfährt. Dort werden Mitglieder der Schützengesellschaft Coburg Spalier stehen und Böllerschützen lassen es krachen. Noch nicht feststeht, ob auch Böllerschüsse aus einer Kanone von den Arkaden abgefeuert werden.

Im früheren Stadtschloss der Coburger Herzöge findet ein Empfang für die geladenen Gäste statt. Darunter werden dem Vernehmen nach das schwedische Königspaar und auch Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sein.

Die Predigt der kirchlichen Trauung wird Pfarrer Markus Merz zweisprachig, in Deutsch und Englisch, halten. Das ist für den evangelischen Pfarrer eine Premiere. "Aber ich habe Helfer, die die Sprache perfekt beherrschen", sagte Markus Merz.

Die Anzugswahl für einige Herren unter den Besuchern des Trau-Gottesdienstes wird eine Herausforderung sein, denn die offizielle Garderobe sieht den Cutaway vor. "Aber ein festlicher Anzug geht auch", so Dr. Otmar Fugmann von der herzoglichen Hauptverwaltung.

Viel Aufmerksamkeit wird auch Kutscher Georg Funk seiner Garderobe widmen: "Stilecht in Frack und Zylinder" wird er auf dem Kutschbock sitzen. Mann und Pferde wurden in der vergangenen Woche drei Stunden lang vom Bayerischen Fernsehen interviewt. cw

 
 

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