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Ressort Coburg
Erschienen am 18.01.2010 00:00
Auch die Politik bekam ihr Fett weg
Von Gabi Arnold
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Entzückend war der Auftritt des Kinderprinzenpaars Lukas I. und Prinzessin Lorena I.
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Coburg - Der Präsident Thomas Eck hatte nicht zu viel versprochen, denn die Prunksitzung der Coburger Narrhalla brachte am Samstagabend den Saal des Kongresshauses Rosengarten zum Kochen.

Präsentiert wurde eine tolle Mischung von atemberaubenden Tanzeinlagen, Sketchen und Büttenreden. Da bekamen die Mächtigen der kleinen und großen Politik gehörig die Leviten gelesen. Das Publikum amüsierte sich köstlich und besonders im zweiten Teil hielten sich die rund 500 Besucher vor Begeisterung nicht mehr auf den Plätzen. Hervorragend umrahmte die Band "voice4U" den Abend. "Der Hofstaat" mit 100 Aktiven eröffnet mit Pauken und Trompeten das närrische Treiben.

Gleich zu Beginn kam der erste Seitenhieb vom Präsidenten: "Schöne Grüße an den OB Norbert Kastner, der zum zehnten Mal in Folge nicht an der Prunksitzung teilnehmen kann," meinte er ironisch. Es folgte ein Auftritt des Kinderprinzenpaares Lukas I und Prinzessin Lorena I., die die Schule im Visier ihrer Rede hatten. Prinzessin Yvonne II. forderte emanzipiert mehr Macht für die Frauen. Sie wollte deshalb den Prinzen Günter I. in Strapazen und Korsett sehen. Dies geschah dann zu späterer Stunde. Chronist Klaus Gropp brach schnell das Eis, denn er hielt der Politik den Spiegel vor. Lang sei um ein Konzept für die Ballsporthalle gerungen worden und ein Volksbegehren aufgezwungen worden. Als der HSC und die SÜC ins Spiel kamen, habe der OB die Reißleine gezogen: "Mit Sturheit kann man keine Halle bauen." Und nicht nur das. "60 000 Euro für eine Bratwurstbude, da verzieht sich die Schnute."

Das Juniorentanzpaar Leonie Stammberger und Jonas Hanft zeigte getanzte Akrobatik der Spitzenklasse. Sein Debüt bei der Coburger Narrhalla gab "Deutschlands schönster Faschingsprinz" Michael Morgenroth. Der plagte sich mit der Ehefrau und resümierte: "Die Steigerung von Frauenpower ist Rinderwahn." Für Furore sorgte der Auftritt der deutschen Meisterin, "Tanzmariechen" Michelle Maldonado. Volker Weigand, ein Urgestein der Narrhalla, versuchte sich als Heimwerker. Von der Reparatur der Mikrowelle bis zum Bau eines Schränkchen gehörten zu seinen "Talenten."

Weiter ging es mit dem "Narrhalla Damenballett", dass das Märchen "Dornröschen" auf eine besondere Art interpretierten. Showtanz der Extraklasse präsentierten junge Akteure der "Effects" mit einen Samurai-Tanz. Schließlich nahm der "Zechbruder" Richard Spielmann im "Taxi" von Thomas Eck Platz, beide witzelten über die Politiker von Merkel bis zu Guttenberg.

Rödentals Bürgermeister Gerhard Preß, wussten die beiden, hat eine Ente geschossen, die dem Coburgs OB Norbert Kastner vor die Füße fiel. Da stelle sich die Frage, ob Feinfühligkeit und diplomatisches Geschick Gaben sind, die der OB in die Wiege gelegt bekam. In Coburg fehle noch eine Eissporthalle. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Die Stadtratssitzung spät am Abend nach einen langen Arbeitstag ansetzen und wichtige Abstimmungen an das Ende der Sitzung setzen. Wenn das Gremium in den Sekundenschlaf fällt, dann in Berufung auf die Geschäftsordnung ohne weitere Diskussion abstimmen lassen und "schon ist die Eissporthalle viel zu groß." Weiter ging es mit der Königsgarde des Coburger Mohrs, die Gardetanz auf höchsten Niveau präsentierte.

Showtanz in Vollendung

Einer der Höhepunkte war der Auftritt des bekennenden Franken "Klaus Karl-Kraus", der den Saal zum Toben brachte. Weil in Franken immer später dran ist, ist die 1968er-Revolution erst zehn Jahre später in Erlangen angekommen und in Coburg? "Da war se wahrscheinlich noch gar net." Sauwohl fühle er sich im Kongresshaus, trotz "der Wörscht", für die der Metzger gekreuzigt gehöre.

Mit dem "Time warp" der "Rocky-Horror-Picture" sorgte das Prinzenpaar mit der Showtanzgruppe noch einmal für Furore. Am Ende sorgte der Fanfarenzug Schlagern der 1970er-Jahre für Stimmung.

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Prinzessin Yvonne II. forderte mehr Macht den Frauen und wollte Prinz Günter I. in Korsett und Strapazen sehen.
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Das "Narrhalla Damenballett" interpretierte das Märchen "Dornröschen" auf eine ganz besondere Art.
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Bekannt aus Fernsehauftritten ist die Königsgarde des Coburger Mohrs, die Gardetanz auf höchsten Niveau präsentierte.
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Einen Showtanz der Extraklasse präsentierten 13 junge Akteure der "Effects" mit einen Samurai-Tanz.
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Die Showtanzgruppe sorgte mit dem "Time warp" aus der "Rocky-Horror-Picture-Show" für reichlich Stimmung im Kongresshaus. Fotos: Gabi Arnold
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Chronist Klaus Gropp nahm die Stadtpolitik kräftig aufs Korn.
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Kommentare zum Artikel

  • von kritischergeist am 17.01.2010 20:03
    @Autorin
    Die Prinzessin hatte zwar während der Sitzung einige Strapazen, gesehen habe ich sie allerdings in Strapsen.

  • von lexington am 18.01.2010 16:20
    Die gute Faschingprinzessin...
    Voll die Emanze?
    "Sie wollte deshalb den Prinzen Günter I. in Strapazen und Korsett sehen."

  • von unbekannt am 18.01.2010 23:37
    Karneval ind Coburg und Journalismus bei der NP...
    ... muß der Tag des Oxymorons gewesen sein.

 

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