Coburg - Die Botschaft war gestern versteckt und wurde von Stadtkämmerer Wilhelm Austen eher beiläufig erwähnt. Wenn der Stadtrat am kommenden Donnerstag den Haushalt der Stadt endgültig beschließt, solle die Politik über das Turn- und Akrobatikzentrum entscheiden. Die Devise heiße "Alles oder Nichts", meinte der Finanzreferent, nachdem eine Verkleinerung des Leistungszentrums und auch die kombinierte Nutzung mit der Schulsporthalle nicht möglich ist. Nochmals neu zu planen hätte keinen Sinn, habe die Entwicklung in der Vergangenheit gezeigt.
Bei der Sitzung des Finanzsenates übte sich die Kommunalpolitik angesichts der um rund 21 Millionen Euro gesunkenen Einkommenssteuer im Streichen von Ausgaben und Projekten. So fiel auch die Neugestaltung des Salvatorfriedhofes dem Rotstift zum Opfer. Der südliche Teil des Salvatorfriedhofes sollte in diesem und im nächsten Jahr für rund 950 000 Euro neu gestaltet werden. Nur der Teil des alten Friedhofes der als Schulhof für das Albertinum dient, wird renoviert. Für die Verlegung der Benno-Benz-Sport-Anlage enthält der Haushaltsentwurf nur 50 000 Euro Planungskosten in diesem Jahr. Dies hieß für die CSU-Vertreter im Finanzsenat, im Süden solle für die nächsten Jahre nichts passieren. Erst wenn eine Planung verlässliche Investitionssummen ergebe, so OB Kastner, könnten diese seriös in den Haushalt aufgenommen werden. Das sei in der Vergangenheit anders gewesen, so Christian Meyer, was SPD-Stadtrat Thomas Nowak zurückwies. Gerade die CSU habe dies als "Luftbuchungen" kritisiert.


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