Seinen Angaben zufolge ist Coburg in punkto Drogen keine Insel der Glückseligkeit. Im vergangenen Jahr habe es rund 500 Fälle gegeben. Dabei seien 8,5 Kilogramm Rauschgift sichergestellt worden. Das Amtsgericht habe die Delikte mit insgesamt 110 Jahren Freiheitsstrafe geahndet. Im Direktionsbereich, zu dem die Kreise Coburg, Kronach und Lichtenfels gehören, hätten zwei Menschen ihren Drogenkonsum mit dem Leben bezahlt. Laut Pfister konnten die Beamten seit 1992 rund 120 Kilogramm Rauschgift und 20 000 Extasy-Tabletten beschlagnahmen.
Zahlen, die nach Ansicht von Direktionschef Udo Skrzypczak eine mehr als deutliche Sprache sprechen. Bei der Rauschgiftbekämpfung spiele die Drogenprävention eine bedeutende Rolle. Dafür ist bei der Polizeidirektion Coburg seit 1. Mai Karin Brandl zuständig. „Ich freue mich, dass wir diese vakante Funktion jetzt nachbesetzen konnten, denn sie ist ein wichtiges Element der polizeilichen Präventionskette“, erklärte Skrzypczak bei der gestrigen Vorstellung der 37-Jährigen.
Die Kriminalhauptmeisterin kam 1988 in Baden-Württemberg zur Polizei. Nach der Ausbildung wurde sie im Großraum Stuttgart zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität eingesetzt. 2002 wechselte sie zur Bayerischen Polizei und verrichtete ihren Dienst in Erlangen. Seit 2005 gehört Karin Brandl zum Team der Kripo Coburg.
Aufklären in Elternhaus, Schule, Vereine, Jugendgruppen: Sie will in der Drogenprävention Ansprechpartnerin für jeden und alle sein und je nach Alter die Sucht- und Drogenproblematik spielerisch aufarbeiten. Karin Brandl: „Vorbeugung kann nur wirkungsvoll sein, wenn wir uns alle gemeinsam dafür engagieren.“
Organisatorisch ist sie dem Kommissariat 4 zugeordnet. „Da bekommt sie die aktuellen Entwicklungen der regionalen Drogenszene mit und bleibt viel härter am Wind“, meinte Udo Skrzypczak. cs


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