Coburg – „Dann gemma halt wiedda, wenn nix is‘.“ Der Mitvierziger blieb am Dienstagnachmittag auf der „Mauer“ in Coburg gelassen. Per SMS war verbreitet worden, Xavier Naidoo gebe dort ein Konzert, so wie schon am Sonntag am Coburger Theaterplatz und am Montag in Rödental. „Zwischen fünf und halb sechs soll er auftreten!“. Das machte flugs die Runde gestern Abend unter dem vornehmlich jugendlichen Publikum.
Die Hoffnung stirb bekanntlich zuletzt – und sie verschied im Lauf des Abends. An jeden noch so dünnen Informations- und Gerüchtestrohhalm klammerte sich die mittlerweile klamme Menge. „Wenn Sie da sind, dann kommt er doch sicher“, wurden die genauso wartenden, genauso ahnungslosen und genauso fröstelnden Zeitungsfotografen verschwörerisch um eine Bestätigung angebettelt.
Doch weder ließ sich ein Klein-Lkw blicken und schon gar kein Musiker. Kurz nach 18 Uhr machte das „Irish Pub“ seine Tür auf, und erwartungsvoll drängte die nach Naidoo hungernde Menge ins Innere.
„Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“, singt der Mannheimer so treffend. Es waren zwar die Temperaturen im Inneren des Lokals angenehmer, aber ein Hörgenuss stellte sich auch nicht ein. „Dann gemma halt wiedda“. cw




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