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Die frischgebackene Prinzessin Kelly und ihr Mann Hubertus präsentierten sich nach der Trauung glücklich und lächelnd am Portal der Morizkirche. Als sich die frisch Vermählten küssten, jubelten ihnen die Coburger zu. Anschließend fuhr das Paar in einer Pferdekutsche, die Georg Funk aus Ahorn steuerte, durch die Innenstadt zur Ehrenburg. Auch hier säumten Tausende begeisterte Menschen die Straßen und Gassen. Derweil liefen die Ehrengäste, unter ihnen Coburgs Oberbürgermeister Norbert Kastner mit Ehefrau Sabine und der Coburger Unternehmer Otto Waldrich, zur Ehrenburg. Hier wurden sie von Böllerschützen aus Coburg, Neuses und Gotha empfangen, bevor das Ehepaar einen Empfang in der Ehrenburg gab. Am Abend wurde die Hochzeit abgeschirmt von der Öffentlichkeit auf Schloss Callenberg gefeiert. Am Montag starten Hubertus und Kelly von Coburg zu ihrer Hochzeitsreise.
Die kirchliche Trauung hielt Pfarrer Markus Merz. Er stellte in seiner Ansprache in der Morizkirche die Pfingstbotschaft und das Sprachenwunder der Liebe in den Mittelpunkt. "An Pfingsten feiern wir den Beginn der Kirche und der Weitergabe der Hoffnung. Eine wunderbare Geschichte über den Geist Gottes, der Zeiten, Räume und Grenzen überschreitet", sagte Pfarrer Merz.
Aus allen Sprachen vereint gelangten Menschen zu der einen Sprache der Liebe Gottes. Pfingsten, das die Kirchen in einer Woche feiern, sei damit als genau das Gegenteil zur babylonischen Sprachverwirrung zu verstehen. "Der Turmbau von Babel scheitert nämlich, weil die Menschen nur sich selbst im Blick haben, von Gott nichts wissen wollen und weil sie schließlich keine Sprache mehr verbindet."
Die Hochzeit von Erbprinz Hubertus und Prinzessin Kelly sei dagegen als "verheißungsvolles Geschehen" aus dem Pfingstgeist zu verstehen: "Man muss nur in diese festliche Runde blicken, wo Sie aus so vielen Himmelsrichtungen zusammengekommen sind. Länder und Sprachen überschreitend."
Zum Abschluss ermutigte Pfarrer Merz das Brautpaar, das Sprachenwunder der Liebe immer wieder sich ereignen zu lassen und stellte diese Botschaft unter ein Wort des Kirchenvaters Augustin: "In notwendigen Dingen: die Einheit. In fraglichen Dingen: die Freiheit. In allen Dingen: die Liebe."
Musikalisch umrahmte Stadtkantor Peter Stenglein den Traugottesdienst. Als er das Präludium Es-Dur von Johann-Sebastian Bach intonierte, führte der Brautvater, Capt. Christian Robert Rondestvedt, seine Tochter zum Altar. Rondestvedt trug eine weiße Galauniform der US-Marine. Den dazugehörigen Degen legte er vor dem Betreten der Kirche ab.
Musikalische Höhepunkte im Traugottesdienst boten Nele Gramß, die Kantorei von St. Moriz und der Chor des Marien-Kindergartens, den auch Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha besucht hatte....wb/vof





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