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Ebern - Mit einem Antrag der Fraktion der Jungen Liste (JL) zum weiteren Marketing für die Kasernenkonversion hatte sich der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend zu beschäftigen. "Die Konversion der noch größtenteils im Eigentum der Stadt befindlichen Kaserne muss weitergehen, verstärkt durch gezieltes Marketing", sagte JL-Stadtrat und 3. Bürgermeister Sebastian Stastny und dankte 1. Bürgermeister Robert Herrmann und der Stadtverwaltung für die bisherigen Anstrengungen, "das ist eine Mammutaufgabe".
Bisher, so Stastny, seien es vor allem einheimische Investoren gewesen, die ohne große Werbung durch die Stadt Gebäude gekauft hätten. Das sei zwar erfreulich, aber darüber hinaus sollten potenzielle Investoren von außerhalb verstärkt auf die Möglichkeiten in der Kaserne hingewiesen werden. "Ebern steht dabei in überregionaler Konkurrenz zu anderen Standorten mit Kasernenkonversionen", sagte er und schlug vor, die Vermarktung der Eberner Liegenschaften durch Informationstafeln, beispielsweise an der stark frequentierten Bundesstraße 279, und vor allem durch einen professionellen Internetauftritt voranzubringen. "Dann sind wir auf einem guten Weg", zeigte sich Stastny sicher.
SPD-Stadtrat Werner Freibott erinnerte daran, dass er bereits im Jahr 2002 einen Antrag zur Aufstellung von Informationstafeln gestellt habe. "Es wäre nicht schlecht, wenn man die Schilder endlich bekommt", sagte er und schlug weiter vor, dass die Stadt u. a. auf den Internetseiten der Industrie- und Handelskammer Werbung für die Liegenschaften in der Kaserne betreibe.
Er sei nicht gegen weitere Werbemaßnahmen, aber die Verwaltung sei derzeit personell stark geschwächt, erklärte 1. Bürgermeister Robert Herrmann, "wir haben Schwierigkeiten, unsere ohnehin anfallende Arbeit der Reihe nach abzuarbeiten". Wenn die Verwaltung durch den Stadtrat den Auftrag bekomme, die Vermarktungschancen durch Werbemaßnahmen zu verbessern, "dann nimmt sie das als Auftrag hin und wird sich darum bemühen".
Die Vorschläge der Jungen Liste-Fraktion bezeichnete CSU-Fraktionsvorsitzender Franz Geuß als eine Ergänzung der bisherigen Aktivitäten. EAL-Stadtrat Oliver Kröner erkundigte sich, ob sein Vorschlag, ein Exposé für mögliche Investoren zu schaffen, umgesetzt worden sei. Bürgermeister Herrmann erklärte, dass die Verwaltung für Interessenten eine Gliederung bereit halte, die einem Exposé gleichkomme. "Da weiß man genau, um was es geht, da sind auch Kostenangaben dabei", sagte er. Es sei nicht notwendig, über ein gedrucktes Exposé zu verfügen, weil sich laufend die Grenzen der Grundstücke verschieben würden. Da könne man auf elektronischer Basis schneller reagieren, "deshalb sollte man auf schriftliches Material verzichten".
Zu Beginn der Sitzung erkundigte sich Stadtrat Werner Freibott beim Bürgermeister danach, warum die Beratung über die Mittagsbetreuung in Ebern im nicht öffentlichen Teil der Sitzung erfolgen solle. Es gehe doch um die Verpflegung und daran habe die Bevölkerung ein großes Interesse.
Nicht öffentlich deshalb, so Bürgermeister Herrmann, "weil da einige Gesichtspunkte zur Beratung anstehen, die im Zusammenhang mit Grundstücksfragen stehen". Hinsichtlich der Verpflegung hole das Landratsamt Haßberge bei verschiedenen potenziellen Lieferanten Angebote ein. Da müsse man abwarten, was dabei herauskomme.
Beraten wurden ferner die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zur Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes im Bereich des ehemaligen Bahngeländes und die Änderung des Bebauungsplanes "Westlich der Bahnhofstraße" in Ebern, wie auch der Flächennutzungs- und Landschaftsplan "Solarpark Photovoltaik, Standortübungsplatz Ebern". Mehrheitlich wurde zugestimmt. ky


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