Kleintettau - "Das ist der Anfang einer hoffentlich langen Geschichte, genau wie wir es im Glasmuseum geplant haben und wie wir es mit der Glasindustrie bewiesen haben", sagte Carl-August Heinz am Samstagvormittag bei der Eröffnung des Glas-Cafés.
Das Glascafé sei als Erweiterung des Angebots an die einheimische Bevölkerung und in Ergänzung des Glasmuseums auch für die Touristen gedacht, die in zunehmender Zahl in die Region kommen.
"Wir wollen im Glasmuseum gerade der jungen Generation zeigen, woher die heutige Industrie kam", so Carl-August Heinz. "Dass wir eine lange Tradition haben - aber nicht altmodisch sind; dass wir modern sind - sonst gäbe es uns gar nicht mehr; dass wir wettbewerbsfähig sind und dass wir für die Zukunft einiges zu bieten haben, gerade auch den jungen Leute."
Es sei ein besonderes Anliegen, nicht nur "das, was war" zu zeigen. Man wolle vermitteln, um auf der Tradition fußend die Zukunft zu gewinnen. Daraus sei auch der Museumsgedanke entstanden.
Es lohne sich, in dieser "modernen Industrie" einen Beruf zu erlernen, weil Glasindustrie mit ihren gut ausgebildeten Fachleuten vom Rennsteig aus den Weltmarkt bedienen könne. "Und wenn man den Weltmarkt bedienen kann, dann hat man grundsätzlich Zukunft. Denn anders als in unseren deutschen Landen, wachsen die Märkte in der Welt, schon auf Grund der wachsenden Bevölkerungszahl", erläuterte Carl-August Heinz.
Dazu gehöre aber auch Weltoffenheit, die Bereitschaft mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. "Deshalb glauben wir zu Recht, dass wir uns 'Europäisches Flakonglasmuseum' nennen können", betonte Heinz. Denn man habe hier etwas zu zeigen, was es in Europa bisher nicht gebe und wofür inzwischen schon Menschen aus ganz Deutschland und auch über die Landesgrenzen hinaus kämen und Interesse zeigen würden.
"Ich denke, das sollte Ansporn sein, für unsere jungen Menschen, vor allem in der Gegend zu bleiben", meinte Carl-August Heinz. Es sei eine Hoffnung, die man mit dem Glasmuseum verbinde: Man wolle die jungen Menschen überzeugen, dass diese Region auch in der Zukunft lebenswert sei. "Dass das, was unsere Vorfahren hier geschaffen und zu einer erstaunlichen Blüte gebracht haben, mitten im Wald, eben nicht 'hinterm Wald' ist, sondern mitten in der Welt", erklärte Carl-August Heinz.
Sein Dank ging an Annette Heinz, Christel und Corinna Fehn sowie Meltem Elkol und vor allem an Handwerksmeister Frank Stärker und seine Mannschaft.
Besonders erfreut zeigte sich Carl-August Heinz über die Unterstützung, die das Glasmuseum durch das Amt für nichtstaatliche Museen in München, die Regierung von Oberfranken und die Leader-Aktionsgruppe erfahre.












