Kronach - Laut Hennig hat bisher kein Verantwortlicher des Regionalmarketingvereins Kronach Creativ die Frage gestellt, was das Ganze eigentlich an Energieverbrauch bedeutet (NP vom Donnerstag). Kronach Creativ-Vorsitzender Rainer Kober weist auf Anfrage der NP darauf hin, dass es eines der Ziele von "Kronach leuchtet" ist, mit moderner Beleuchtungstechnik mehr Licht mit weniger Energie zu erzeugen. "Langfristig wollen wir ein leuchtendes Kronach haben. Das heißt, es sollen immer mehr Festinstallationen dazu kommen. Damit braucht man dann im Grunde weniger Energie als mit den normalen Straßenbeleuchtungen", erklärt Kober. Man steigere die Attraktivität der Stadt, was auch eine höhere Lebensqualität bedeute. Dabei sei auch Barrierefreiheit ein Thema. "Wenn man Fassaden beleuchtet, strahlt Licht auch auf die Straßen und sorgt hier für mehr Sicherheit", meint er.
Gleichzeitig gibt der Vorsitzende von Kronach Creativ zu bedenken, dass die Veranstaltung "Kronach leuchtet" viel Positives bewirkt: "Die Energie, die man hier einsetzt, ist in der Relation dazu verschwindend gering."
Sollten während der ganzen Veranstaltung Stromkosten in Höhe von 1000 Euro entstehen - und das ist seiner Meinung nach hoch gegriffen - wäre dieses Geld gut eingesetzt. Schließlich habe man knapp 60 000 Besucher an den zehn Tagen des Lichtevents gezählt. Die Atmosphäre sei einzigartig gewesen und Kronach bleibe vielen positiv im Gedächtnis.
Neue Ideen
"Bei 'Kronach leuchtet' wird deutlich, was man erreichen kann, wenn man Eigeninitiative ergreift", so Kober. Man könne Dinge in einem anderen Licht sehen und neue Ideen bekommen, Dinge anders anzupacken.
Wieviel Energie nun bei "Kronach leuchtet" genau verbraucht wurde, konnte auch Peter Maaß, Leiter der Stadtwerke Kronach, nicht sagen. Grundsätzlich solle man jedoch den Wert einer Veranstaltung nicht an den Kosten festmachen. Auf diese Weise könnte man jedes Theater, jedes Konzert in Frage stellen. "Das ist eine Frage der Einstellung", sagt er.
Dieser Meinung ist auch der für "Kronach leuchtet" verantwortliche Projektleiter Lars Hofmann. "Ich kann auch nicht sagen: Es darf keinen Kirchentag mehr geben, weil da zu viel Energie verbraucht wird. Auch da passieren viele gute andere Sachen." Bei "Kronach leuchtet" sei dies auch der Fall. Man wolle das Leben in der Region lebenswerter machen. Die gute Stimmung beim Lichtevent habe das bewiesen. Hofmann: "Bei dem, was Gutes erreicht wird, kann der Energieverbrauch eigentlich nur ganz hinten stehen."


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