Neue Presse Coburg

Kontakt Impressum als Startseite Sitemap
Suche
Ressort Kronach
Erschienen am 30.07.2010 00:00
Energie, die sich auszahlt
Von Bianca Hennings
Rainer Hennig aus Lauenstein wirft den Verantwortlichen von "Kronach leuchtet" Ignoranz vor. Zuviel Energie würde verbraucht.
npkc_fo_KC_leuchtet_300710 Bild vergrößern
Bei "Kronach leuchtet" wurde zwar viel Energie verbraucht - setzt man das jedoch in Relation zu den vielen positiven Nebeneffekten des Events, muss man über den Energieverbrauch laut Kronach Creativ-Chef Rainer Kober nicht reden. Foto: Fölsche
Bild:  

Kronach - Laut Hennig hat bisher kein Verantwortlicher des Regionalmarketingvereins Kronach Creativ die Frage gestellt, was das Ganze eigentlich an Energieverbrauch bedeutet (NP vom Donnerstag). Kronach Creativ-Vorsitzender Rainer Kober weist auf Anfrage der NP darauf hin, dass es eines der Ziele von "Kronach leuchtet" ist, mit moderner Beleuchtungstechnik mehr Licht mit weniger Energie zu erzeugen. "Langfristig wollen wir ein leuchtendes Kronach haben. Das heißt, es sollen immer mehr Festinstallationen dazu kommen. Damit braucht man dann im Grunde weniger Energie als mit den normalen Straßenbeleuchtungen", erklärt Kober. Man steigere die Attraktivität der Stadt, was auch eine höhere Lebensqualität bedeute. Dabei sei auch Barrierefreiheit ein Thema. "Wenn man Fassaden beleuchtet, strahlt Licht auch auf die Straßen und sorgt hier für mehr Sicherheit", meint er.

Gleichzeitig gibt der Vorsitzende von Kronach Creativ zu bedenken, dass die Veranstaltung "Kronach leuchtet" viel Positives bewirkt: "Die Energie, die man hier einsetzt, ist in der Relation dazu verschwindend gering."

Sollten während der ganzen Veranstaltung Stromkosten in Höhe von 1000 Euro entstehen - und das ist seiner Meinung nach hoch gegriffen - wäre dieses Geld gut eingesetzt. Schließlich habe man knapp 60 000 Besucher an den zehn Tagen des Lichtevents gezählt. Die Atmosphäre sei einzigartig gewesen und Kronach bleibe vielen positiv im Gedächtnis.

Neue Ideen

"Bei 'Kronach leuchtet' wird deutlich, was man erreichen kann, wenn man Eigeninitiative ergreift", so Kober. Man könne Dinge in einem anderen Licht sehen und neue Ideen bekommen, Dinge anders anzupacken.

Wieviel Energie nun bei "Kronach leuchtet" genau verbraucht wurde, konnte auch Peter Maaß, Leiter der Stadtwerke Kronach, nicht sagen. Grundsätzlich solle man jedoch den Wert einer Veranstaltung nicht an den Kosten festmachen. Auf diese Weise könnte man jedes Theater, jedes Konzert in Frage stellen. "Das ist eine Frage der Einstellung", sagt er.

Dieser Meinung ist auch der für "Kronach leuchtet" verantwortliche Projektleiter Lars Hofmann. "Ich kann auch nicht sagen: Es darf keinen Kirchentag mehr geben, weil da zu viel Energie verbraucht wird. Auch da passieren viele gute andere Sachen." Bei "Kronach leuchtet" sei dies auch der Fall. Man wolle das Leben in der Region lebenswerter machen. Die gute Stimmung beim Lichtevent habe das bewiesen. Hofmann: "Bei dem, was Gutes erreicht wird, kann der Energieverbrauch eigentlich nur ganz hinten stehen."

 
 

Artikel drucken Drucken| Artikel speichern Speichern| Artikel versenden Versenden Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Myspace mit Twitter versenden Bookmark bei: StudiVZ Bookmark bei: Google
 
 
 
 

Kommentare zum Artikel

  • von E_aus_P am 29.07.2010 23:20
    Kronach leuchtet
    Sorry,
    also wenn ich so was lese, dass bei solch einem Event wie "Kronach leuchtet" davon geredet wird, dass hier zuviel Energie "verschwendet" wird. Da kann ich nur sagen: "Klar, die Einstellung klingt logisch. Wir leben schießlich hier im Frankenwald". Meine Betonung liegt aber hier in "Wald". Wir leben nun mal in einer Zivilisation (ich zumindest), in der nicht alles 1:1 im tausendprozentigem Einklang mit der Natur ist.
    Herr Hennig, lassen Sie bitte die Kirche im Dorf und den Leuten, denen so etwas gefällt, ihren Spaß.

    (PS: Welche Energie wird verschwendet, wenn jemand sein Kind mit dem Auto 500m zur Bushaltestelle fährt?)

  • von carmelita am 30.07.2010 10:00
    Das mit der Kirche...
    ...im Dorf ist eine ganz fantastische Idee. Wenn ich bedenke, was für ein Hype in Kronach um eine ganz natürliche Sache gemacht wird, welche "Kreativität" in dieses Thema gesteckt wird bis zum Herzerren eines Professors, der Kronach zum Zentrum des Lichts machen will, fallen mir nur des Kaisers neue Kleider ein. Gehts nicht ne Nummer Normaler? Was fehlt ist nicht Licht sondern Erleuchtung. Von Hot-Air-Ventilating haben wir herzlich wenig.

 

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

 
 
 

 
 
Kronacher Freischießen 2010
 
 
DIE KINDERZEITUNG
Teaserbild
 
 
 
Umfrage

Milliarden-Sparpaket: Fürchten Sie Einschnitte?

Ja, das wird sicher jeden treffen.
Nein, das geht doch mich nichts an.

weitere Umfragen