KRONACH – Im Juli erhielt er einen Anruf, dass bei seiner Adresse (in Gehülz) in den nächsten Monaten DSL 16 000 verfügbar sein werde. Wenigstens ist hier bislang DSL 2000 möglich. Natürlich wollten er und seine Familie DSL 16 000 – zumal dies nichts mehr kosten sollte und es die notwendige Hardware laut Anruferin noch kostenlos dazu gebe.
Am 13. August kam dann sogar viel früher als erhofft ein Schreiben, dass am 16. August der Anschluss auf „Call & Surf Comfort Plus“ mit DSL 16 000 umgestellt werde. Weil aber nur ein „Teledat 300 DSL-Modem“ vorhanden war, rief einer der Söhne bei der Telekom an, damit auch die als kostenlos zugesicherte Hardware für DSL 16 000 geliefert würde.
Hier wurde ihm mitgeteilt, dass die Hardware nicht kostenlos sei und cirka 30 Euro kosten würde. Der Telekom-Mitarbeiter kündigte an, am 16. August den Anschluss zunächst auf DSL 6000 umzustellen, damit das Angebot sofort zum angegebenen Termin auch mit dem Teledat 300 genutzt werden könnte. Es gebe derzeit eigentlich kein Angebot einer kostenlosen Hardwareüberlassung, teilte der Telekom-Mitarbeiter mit. Er wolle dennoch nachfragen, was aber einige Wochen dauern werde.
So fuhr Sohn Uli Glissnik nach Coburg zum dortigen T-Shop. Hier wurde ihm mitgeteilt, dass er die erforderliche Hardware für rund 60 Euro bekommen würde. Er rief bei der Hotline der Beschwerdestelle an und schilderte den Fall. Dort erhielt er die Auskunft, dass DSL 16 000 bei seinem Anschluss überhaupt nicht verfügbar sein werde und es bei der bisherigen Übertragungsgeschwindigkeit bleibe.
Bei einem weiteren Anruf bei einer Hotline der Telekom gab die jetzt erreichte Mitarbeiterin selbst zu, dass eine Umstellung unnötig wäre und sie fragte, ob sie die Umstellung stornieren solle. Nichts war mit dem schnelleren Internetzugang! Es war einzig und allein darum gegangen, einen Vertragsabschluss zu erreichen – selbst mit falschen Versprechungen.
Zwischendurch kamen Anrufe von anderen Callcentern, die fragten, ob man nicht fünf Euro im Monat sparen wolle. Von den anderen Angeboten wussten diese Mitarbeiter nichts. Sie sagten, sie seien in einem ganz anderen Bezirk. Schließlich rief eine Telekom-Mitarbeiterin an und fragte, ob man nicht doch den Vertrag auf DSL 16 000 umstellen wolle, schließlich sei Gehülz „DSL-Ausbaugebiet“.
Zumal sicher noch mehr Telekom-Kunden ähnliche unlautere Angebote erhielten, wurde bei der Telekom nachgefragt, auf eine Antwort wird gewartet. rg/ug

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