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Ressort Lichtenfels
Erschienen am 02.01.2009 00:00
Ein Bilderbuchstart in das neue Jahr
Neujahrsbaby | Marie Kratochwil erblickte am 1. Januar um 10.16 Uhr das Licht der Welt - Geburtenstatistik des Klinikums

Neujahrsbaby Bild vergrößern
Ein starkes Team: Hebamme Carola Krappmann (hinten, von links), Oberarzt Dr. Sebastian Ratajczak, die diensthabende Ärztin Dr. Andrea Richter. Vorn: Kathrin Kratochwil mit der kleinen Marie und ihrem Ehemann Swen sowie dem dreijährigen Josua.
Bild: kag
Lichtenfels – Kaum ein Ort strahlt soviel Hoffnung und Zuversicht aus wie der Kreißsaal eines Krankenhauses. Und wenn ein gesundes Kind, wie die kleine Marie Kratochwil noch dazu am Neujahrstag das Licht der Welt erblickt, dann ist dies ein guter Grund für Optimismus und Freude.

Jedenfalls war die kleine Neujahrsprinzessin, die im Helmut-G.-Walther-Klinikum am Neujahrsmorgen um 10.16 Uhr geboren wurde ganz offensichtlich das erste Baby im Jahr 2009 in ganz Oberfranken. So meldete es jedenfalls bereits in den Mittagstunden der lokale Rundfunksender.

Es war eine Bilderbuchgeburt, weiß die Hebamme Carola Krappmann strahlend zu berichten. Und sie muss es ja wissen hat sie doch in Laufe ihrer langen Zeit als Geburtshelferin rund 5000 Babys und ihren Müttern geholfen. Mit einer Größe von 54 Zentimetern und einem Gewicht von 4000 Gramm ist das kleine Mädchen kräftig und gesund, sodass man sich um seine weitere Entwicklung keine Sorgen machen muss.

Ganz besonders erfreut waren die diensthabende Ärztin Dr. Andrea Richter und der bei der Geburt anwesende Arzt Dr. Thomas Jacoby auch über den Umstand, dass sie bei der Neujahrsgeburt zugleich einer OP-Schwester aus dem Lichtenfelser Klinikum beistehen konnten. Die Mutter der kleine Marie, Kathrin Kratochwil, arbeitet seit rund zehn Jahren im Lichtenfelser Krankenhauses.

Zuhause ist die Familie, zu der neben dem Vater Swen Kratochwil auch der dreijährige Josua gehören, im Lichtenfelser Stadtteil Oberwallenstadt. Der jetzt große Bruder hat sich mit seiner kleinen Schwester schon gut angefreundet. Das war beim ersten gemeinsamen Fototermin deutlich spürbar.

Über das Familienglück hinaus bietet die Geburt des kleinen Mädchens zusätzlichen Anlass, optimistisch nach vorn zu blicken. Die Geburt des pausbäckigen Prachtkindes steht dem Lichtenfelser Klinikum gut zu Gesicht. Entgegen dem bundesweiten Trend schrieb man hier nämlich in den zurückliegenden zwei Jahren wieder schwarze Zahlen.

Nach dem Tiefpunkt im Jahre 2006 stiegen die Geburtenzahlen 2007 auf 666 und 2008 auf 690 Geburten in den letzten zwei Jahren um 13 Prozent wieder an. Zwar ist man damit immer noch deutlich von den Rekordzahlen des Jahres 2000 mit 811 Geburten entfernt, doch die Trendwende lässt hoffen.

Dass es gerade in Lichtenfels so deutlich aufwärts geht, liegt allerdings weniger daran, dass die Frauen des Landkreises Lichtenfels wieder mehr Kinder bekommen, sondern auch an der starken Nachfrage aus den benachbarten Landkreisen. Neben dem guten Ruf, den das Lichtenfelser Klinikum seit Jahren unter werdenden Müttern genießt, schlägt hier wohl auch die kinderärztliche Rundumbetreuung, die man seit 2007 pflegt positiv zu Buche.

Recht unterschiedlich waren im zurückliegenden Jahr die Geburtenzahlen an den einzelnen Tagen. Gleich zweimal, am 4. Juli und am 5. September wurden an einem Tag sechs Kinder geboren. An Silvester waren es übrigens nochmals drei Babys, die die Statistik des Jahres 2008 heben halfen.

Rund 80 Prozent der Kinder kamen dabei auf normalem Weg zur Welt, in knapp 22 Prozent mussten die Ärzte durch einen Kaiserschnitt helfend eingreifen. Recht ausgeglichen präsentierte sich auch im zurückliegenden Jahr das Geschlechterverhältnis: Auf 349 Knabengeburten kamen 342 Mädchengeburten. kag

 
 

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