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Erschienen am 09.02.2010 00:00
Doppelter Stabwechsel bei Oberfrankens Justiz

Bamberg - Polit-Prominenz ersten Ranges und über 350 Ehrengäste machten den Wechsel an der Doppelspitze der oberfränkischen Justiz am Montag in Bamberg zum gesellschaftlichen Großereignis. Beim Festakt in der Aula der Universität führte Bayerns Justizministerin Beate Merk den neuen Präsidenten des Oberlandesgerichts (OLG) Bamberg Peter Werndl und den neuen Generalstaatsanwalt Clemens Lückemann offiziell in die Ämter ein.

Sieben Jahre an der Spitze

Im Beisein von Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bayerns Verfassungsgerichtshofpräsident Dr. Karl Huber sowie den Merk-Vorgängern Karl Hillermeier und Hermann Leeb lobte die Justizministerin aber nicht nur die neuen Amtsträger als Ausnahmejuristen, sondern auch die scheidenden Spitzenbeamten Michael Meisenberg und Heinz-Bernd Wabnitz. Meisenberg stand sieben Jahre an der Spitze des OLG. Genau so lang dauerte die Amtszeit von Heinz-Bernd Wabnitz als Generalstaatsanwalt.

Der neue OLG-Chef Peter Werndl leitete seit 2002 als Ministerialdirigent die Personalabteilung des Justizministeriums. Zuvor war der 62-Jährige als Präsident des Landgerichts Augsburg tätig.

Beate Merk zählte den scheidenden Generalstaatsanwalt Heinz-Bernd Wabnitz zu den "Top-Playern" der bayerischen Justiz. Er habe sich auch einen Namen als Autor von Fachbüchern gemacht. Als "Haupttreffer" für die Justiz lobte die Ministerin den scheidenden OLG-Chef Michael Meisenberg und dessen großes Führungsgeschick. Unter anderem hat sich Meisenberg - laut Merk außergewöhnlich belastbar und immer offen für neue Wege - bei der Einführung der Computertechnik große Verdienste erworben. "Äußerste Präzision und Sachlichkeit" lobte Ministerin Merk bei Clemens Lückemann, bei dem sie die Generalstaatsanwaltschaft in besten Händen weiß.

Hart gegen Internet-Kriminelle

Lücke mann (55) war vor seinem Wechsel nach Bamberg Staatsanwalts-Chef in Würzburg. Er machte klar, dass er als oberster Ankläger hart gegen alkoholisierte Gewalttäter und Internet-Kriminelle vorgehen wird und machte sich für die Speicherung von Computer-Verbindungsdaten stark. ´haj

 
 

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