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Coburg

Auch in Coburg Klagen wegen Dieselaffäre

Diesel-Besitzer aus der Region ziehen vor das Landgericht. Es gibt mehrere Fälle, bestätigt Justizsprecher Kolk.



Vor dem Landgericht Coburg klagen Diesel-Fahrer wegen der Abgasaffäre.
Vor dem Landgericht Coburg klagen Diesel-Fahrer wegen der Abgasaffäre.  

Coburg - Auch in der Region klagen Diesel-Besitzer wegen der VW-Abgasaffäre gegen den Hersteller. "Es gibt mehrere Klagen", sagte Daniel Kolk, Pressesprecher des Landgerichts Coburg, am Freitag auf NP -Anfrage. Eine konkrete Zahl lag ihm nicht vor. Die ersten Klagen seien bereits seit längerem eingegangen, die Verfahren vor dem Landgericht Coburg befänden sich in unterschiedlichen Stadien.

Unterschiedliche Urteile

Wer als Besitzer eines "Schummel-Diesels" gegen VW vorgehen möchte, hat keine Garantie auf Erfolg. Einige Gerichte haben im Sinne der Kläger entschieden, andere sahen die Mängel als geringfügig oder hielten es nicht für belegt, dass die Käufer arglistig getäuscht wurden. Grundsätzlich hat der Hersteller zunächst das Recht, einen Mangel zu beseitigen. Gelingt dies durch neue Motor-Software nicht, kommt ein Rücktritt vom Kauf in Frage. In der Regel wird dabei angerechnet, dass das Auto gefahren wurde. Ansprüche verjähren nach zwei Jahren. VW will bis Ende 2017 aber keine Verjährung geltend machen.

 

Ab September gibt es auch vor dem Landgericht Meiningen entsprechende Schadensersatzklagen, wie das "Freie Wort" in Suhl berichtet. Über zehn Diesel-Besitzer hätten in Meinigen Klage eingereicht. Etwa 15 Klagen lägen auch beim Landgericht in Gera vor.

Bundesweit geht die Zahl der Mängelklagen bereits in die Tausende. Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland verlangen Besitzer von VW-Dieselfahrzeugen Schadenersatz für die Dieselmanipulationen. Inzwischen liegen auch erste Urteile vor - konkrete Schadenersatz-Summen sollen jedoch noch nicht geflossen sein, da auch in den Fällen, in denen die Autokäufer in erster Instanz gewannen, der VW-Konzern in die Berufung ging.

Hintergrund für die aktuelle Klageflut ist, dass Ende 2017 eventuelle Ansprüche verjähren. Bis Silvester müssen deshalb Betroffene ihre Klagen eingereicht haben. Weil solch eine Klage aber auch mit hohen finanziellen Risiken verbunden ist, hatten viele Kunden bislang gezögert.

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mf, Jens Wenzel
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Veröffentlicht am:
11. 08. 2017
16:18 Uhr

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mf, Jens Wenzel

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11. 08. 2017
16:18 Uhr



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