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Bauboom in Neustadt hält an

Die GWG baut seit 2008 erstmals wieder neu. In der Sudetenstraße entstehen 19 Wohneinheiten mit gehobener Ausstattung. Über drei Millionen Euro werden investiert.



Die neue Wohnanlage in der Sudetenstraße beherbergt 19 Mietwohnungen von 57 bis über 100 Quadratmeter.	Repro/Foto: Tischer
Die neue Wohnanlage in der Sudetenstraße beherbergt 19 Mietwohnungen von 57 bis über 100 Quadratmeter. Repro/Foto: Tischer   » zu den Bildern

Neustadt - Neustadt ist dank guter Verkehrsanbindung auch als Wohnort attraktiv. Davon zeugen zahlreiche Zuzüge: Bauplätze in Neubaugebieten gehen weg wie warme Semmeln. Das hat den Stadtrat dazu bewogen, weitere Gebiete zu erschließen, beispielsweise in Meilschnitz. Nun reagiert auch die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Neustadt (GWG) und nimmt nach acht Jahren wieder einen Neubau in Angriff. "Das war 2008 in den Rödenauen, als wir dort Doppelhaushälften gebaut hatten", erläutert der geschäftsführende Vorstand der GWG, Josef Gerstl im Gespräch mit der Neuen Presse. "Nun wollen wir in der Sudetenstraße 27 eine Wohnanlage mit zwei Häusern erstellen."

Zahlen & Fakten

Die Wohnungsgrößen reichen von 57 Quadratmetern bei den Zweiraumwohnungen über 68 und 86 Quadratmetern bei den Dreiraumwohnungen. Vier- und Fünfraumwohnungen liegen über 100 Quadratmetern. Alle Wohnungen besitzen einen Balkon oder eine Terrasse sowie einen Abstellraum. 22 Garagenstellplätze werden geschaffen.

Auch wenn die barrierefreien Wohnungen sich vorrangig auf die Belegung mit älteren Menschen orientieren, sind ebenso jüngere Menschen und Familien mit Kindern angesprochen.

 

Insgesamt 19 Wohneinheiten wird das Projekt dann beinhalten, wobei "fünf davon im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss auch barrierefrei ausgebaut werden". Während das eine Gebäude dreigeschossig konzipiert ist, werden im zweiten nur zwei Etagen aufgebaut. "Beide zudem mit einem Dachgeschoss", ergänzt Gerstl. Ein Aufzug, der mittig angebracht ist, kann für beide Wohnanlagen genutzt werden.

Für Kapitalanleger sieht es allerdings schlecht aus: "Das werden alles Mietwohnungen", konstatiert Gerstl. "Und die bleiben natürlich in unserem Bestand."

Der nach eigenen Aussagen größte Wohnungsanbieter der Großen Kreisstadt hat derzeit 921 Wohneinheiten und 345 Garagen sowie Stellplätze bei einer Nutzfläche von rund 62 500 Quadratmetern sowie einen eigenen Regiebetrieb mit zehn Mitarbeitern. Dass der Bedarf an Wohnraum tatsächlich da ist, beweisen "sechs Reservierungen, die bereits jetzt vorliegen". Während das gesamte Areal 2330 Quadratmeter aufweist, pendelt sich die Wohnfläche auf 1380 Quadratmeter ein. "Die Wohnungen werden von zwei bis zu fünf Zimmern ausgelegt mit einer Größe von 57 bis 121 Quadratmetern", gibt Gerstl an.

Über drei Millionen Euro hat die GWG dafür in die Hand genommen, "die über die regionalen Handwerksbetriebe quasi in der Region bleiben", konstatiert der Geschäftsführer. Vom Architekten bis zum Zulieferer seien die Gewerke regional vergeben. Das Projekt werde ohne Zuschüsse Dritter oder sonstige Förderung realisiert. Unter Berücksichtigung der ermittelten Gesamtkosten werde eine Quadratmetermiete zwischen sechs und sieben Euro kalkuliert.

"Natürlich wird nach neuesten Energievorschriften der EnEV 2016 gebaut und auch Mieterwünsche können noch berücksichtigt werden", ergänzt Gerstl. Das bedeutet, dass auf Wunsch beispielsweise auch gleich eine Einbauküche integriert wird. Zudem wird die Wohnanlage so vorgerichtet, dass jeder das sogenannte Smart-Metering nutzen kann. "Das heißt, dass jeder, der das so möchte, das Rollo beispielsweise mit einer Handy-App ansteuern oder die Heizung ein- oder ausstellen kann", so Gerstl. Das wiederum zeigt, dass die Wohnanlage für Jung und Alt konzipiert wird. "Wir wollen genau diese Mischung aus jungen Familien und Senioren", bestätigt Gerstl. Ein Kinderspielplatz unterstreicht dieses Ansinnen. Zudem ist auch an die Elektromobilisten gedacht: "Natürlich gibt's einen Stromanschluss für E-Fahrzeuge."

Oberbürgermeister Frank Rebhan und Baubürgermeisterin Elke Protzmann sehen die neue Wohnanlage als Bereicherung, denn der Trend zu neuem, barrierefreien und hochwertigen Wohnraum in der Innenstadt halte an und verlange genau dieses Angebot. Das sieht auch Architekt Klaus-Jürgen Gelbricht so: "Der Trend zum innerstädtischen Wohnen ist ungebrochen."

Im August soll die Richtkrone aufgesetzt werden. Ein Jahr später soll die neue Anlage dann bereits bezugsfertig sein.

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Peter Tischer
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Veröffentlicht am:
20. 04. 2017
16:24 Uhr

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Autor

Peter Tischer

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Veröffentlicht am:
20. 04. 2017
16:24 Uhr



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