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Coburg

Mit Martin Luther auf Mops-Tour

65 Vier- und 85 Zweibeiner kommen zum Mopstreffen. Diesmal mit einer besonderen Attraktion.



Gekleidet wie Martin Luther führte Falk Lammers die Teilnehmer des Coburger Mopstreffens durch die Stadt. Fotos: Martin Rebhan
Gekleidet wie Martin Luther führte Falk Lammers die Teilnehmer des Coburger Mopstreffens durch die Stadt. Fotos: Martin Rebhan   » zu den Bildern

Coburg - Wird über den Mops gesprochen, löst das oft ein Lächeln aus. Dabei hat der kleine Hund, der auf ein Gewicht zwischen sechs und acht Kilo bei einer Schulterhöhe von 25 bis 30 Zentimeter verweisen kann, Vorzüge, über die nicht alle besten Freunde des Menschen verfügen. Der Vierbeiner ist anhänglich, kinderfreundlich, verspielt, fügsam, charmant, still, umgänglich mit seinen Artgenossen, aufmerksam und vor allem auch klug.

Davon konnte man sich kürzlich beim Coburger Mopstreffen überzeugen. Insgesamt 65 Vier- und 85 Zweibeiner versammelten sich bei dessen fünfter Auflage. Ins Leben gerufen hat die Veranstaltung Nora Meixner. "Es kommen nicht alle Teilnehmer aus Coburg und Umgebung, auch Gäste aus Thüringen finden immer wieder den Weg nach Coburg", berichtete die gebürtige Wienerin, die mit ihrem Mann in Coburg lebt. Bei dem Treffen legte die ausgebildete Gästeführerin Wert darauf, dass nicht nur ein bloßer Spaziergang durch die Innenstadt stattfindet, sondern auch etwas Stadtgeschichte "rüberkommt". In diesem Jahr wartete Nora Meixner mit einer besonderen Attraktion auf: Martin Luther höchstpersönlich führte die Gruppe durch die Vestestadt und erzählte aus dem Leben des Reformators auf der Veste Coburg. Eines musste Falk Lammers, der in die Kutte von Luther geschlüpft war, schnell lernen: Mopshunde haben zwar kurze Haare, was aber nicht bedeutet, dass sie diese nicht verlieren. Auf dem schwarzen Stoff machten sich die hellen Haare der Vierbeiner besonders gut. Auffallend war, dass die Tiere auch auf engstem Raum nicht dazu neigten, sich gegenseitig anzugehen oder laut zu bellen. Dem aufmerksamen Betrachter entging nicht, dass bei den Hunden nur zwei Farben vorhanden waren. Beim Mops gebe es nur blond oder schwarz, erläuterte Nora Meixner. Für einen kleinen Mops müsse ein Hundefreund zwischen 400 und 1000 Euro investieren. Die durchschnittliche Lebenserwartung bezifferte sie mit etwa 14 Jahren. In Coburg waren vom Welpen bis zum zwölfjährigen Hund alle Altersstufen vertreten. In der Mops-Landschaft wird daran gearbeitet, den Altdeutschen Mops wieder zu etablieren. Dabei soll keine neue Rasse entstehen, sondern die Merkmale des Mopses aus früheren Jahren sollen durch gezieltes Züchten wieder herausgearbeitet werden.

Nachdem sich alle Vier- und Zweibeiner vor dem Utopolis begrüßt hatten, führte der Weg zum Schlossplatz und zu den Arkaden, wo die kleinen Hunden herumtollen konnten. Endstation des Rundganges war die Morizkirche. Da nach Auffassung von Nora Meixner alle Möpse schön sind, wurden am Ende keine Titel durch eine Jury vergeben, sondern verlost. So wurden das schönste Mops-Pärchen per Los ermittelt, ebenso der mopsigste Mops und der menschlichste Mops.

Für Nora Meixner steht fest, dass sie 2018 zum sechsten Mopstreffen einladen wird.

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Martin Rebhan
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Veröffentlicht am:
19. 06. 2017
17:39 Uhr

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Martin Rebhan

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Veröffentlicht am:
19. 06. 2017
17:39 Uhr



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