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Coburg

Rauf aufs Rad!

Jeder Kilometer zählt: Ab sofort sind Bürger in Stadt und Land aufgerufen, in den nächsten Wochen das Auto öfter einmal in der Garage stehen zu lassen.



Zahlreiche Teilnehmer nutzten bei der Auftaktveranstaltung die Möglichkeit, erste Kilometer für die Aktion "Stadtradeln" zu sammeln.
Zahlreiche Teilnehmer nutzten bei der Auftaktveranstaltung die Möglichkeit, erste Kilometer für die Aktion "Stadtradeln" zu sammeln.  

Ebersdorf/C. - Der Startschuss für den weltweiten Wettbewerb "Stadtradeln - Radeln für ein gutes Klima" ist heuer mit dem offiziellen Auftakt der AOK/ADFC-Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" in der Gemeinde Ebersdorf erfolgt. Ab sofort sind alle, die in der Stadt oder dem Landkreis Coburg wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder die Hochschule bzw. Schule besuchen, aufgerufen, über einen Zeitraum von drei Wochen so viele Kilometer mit dem Fahrrad zu sammeln wie möglich. Bei der parallel laufenden Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" geht es darum, bis zum 31. August an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.

Touren & Veranstaltungen

Während des Aktionszeitraums vom 18. Juni bis zum 8. Juli 2017 gibt es in Ebersdorf folgende Veranstaltungen und Radtouren zum Mitradeln:

 

Samstag 24. Juni, 13 Uhr: Radeln mit Bürgermeister Bernd Reisenweber, Abfahrt am Rathaus, Abschluss Kempfenhütte.

 

Sonntag, 25. Juni, 9.30 Uhr: "Pilgerradeln" mit Pfarrer Mierdel ab Großgarnstadt auf dem Jakobsweg Richtung Lichtenfels.

Samstag, 1. Juli, 15 Uhr: Radeln mit Bürgermeister Bernd Reisenweber, Besuch der Pflanzkerwa.

 

Sonntag 2. Juli: Volksradfahren (Start und Ziel beim Dorfwiesenfest an der Frankenland-Halle).

 

Freitag, 7. Juli, 20 Uhr: 24-Stunden-Fahren des Team HÜÄH, Start an der Kempfenhütte.

 

Samstag 8. Juli, ab 18 Uhr: Abschlussveranstaltung an der Kempfenhütte.

 

"Es freut mich außerordentlich, dass die Aktionen landkreisweit so gut angenommen werden und sich auch in Ebersdorf schon viele registriert haben", betonte Bürgermeister Bernd Reisenweber. Mit ihrer Teilnahme würden die Radfahrer nicht nur ihre Kondition verbessern, sie würden damit auch aktiv einen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Für Radfahrer habe die Region viel zu bieten: "Das Radwegenetz ist bestens ausgebaut und beschildert. Unsere schöne, fränkische Natur lässt jeden Ausflug zu einem Erlebnis werden." Auch wenn sich die Gemeinde mit dem Sieg des Kreiswettbewerbs ein sportliches Ziel gesteckt habe, stehe der Gemeinschaftssinn im Vordergrund. Um Radler anzuspornen, sich zu registrieren, wurde ein Radler-Ausweis entwickelt, der im Ebersdorfer Rathaus abgeholt werden kann. Mit diesem gibt es für alle Teilnehmer Vergünstigungen, beispielsweise bei verschiedenen Metzgereien und Einzelhändler. Dafür dankte der Bürgermeister den Geschäften und Gastronomiebetrieben. Ein Lob zollte er Sebastian Haug und Tom Schultheiß (Team HÜÄH), Frank Wittmann (RSV Frohnlach) und Rainer Mattern, die sich Veranstaltungen und Feierabendtouren ausgedacht haben.

Landrat Michael Busch ging auf die Historie des Fahrrads näher ein, das heuer seinen 200. Geburtstag feiert. Der Landrat erinnerte zudem, dass man sich am Stadtradelwettbewerb bereits zum sechsten Mal beteilige. Um das Radfahren zu fördern, sei der Landkreis bei allen Straßenbauprojekten darum bemüht, auch die Radverkehrsinfrastruktur zu verbessern. Dank des vbw und DGB habe sich der Wettbewerb "Mit dem Rad zur Arbeit" zu einer bundesweiten Aktion entwickelt, führte AOK-Bereichsleiter Hubert Carl aus. Allein im letzten Jahr hätten mehr als 1200 Beschäftigte aus fast 230 Betrieben in den Landkreisen Coburg, Kronach und Lichtenfels teilgenommen und rund 470 000 Kilometer zurückgelegt. Dadurch konnten circa 93 000 Kilogramm CO2 eingespart werden.

"Es ist eine tolle Sache, umweltschonend mit dem Rad zur Arbeit zu fahren", versicherte vbw-Geschäftsführer Patrick Püttner. Dies sieht auch der oberfränkische DGB-Regionsgeschäftsführer Mathias Eckardt so und regte an, attraktive Radtouren zusammenzustellen, um als Region deutschlandweit wahrgenommen zu werden.

Um gleich die ersten Kilometer auf dem Drahtesel zurückzulegen, wurden zwei unterschiedlich lange Radtouren angeboten. Neben Infoständen, der Möglichkeit des Blutdruckmessens und der Bestimmung der Sauerstoffsättigung im Blut konnte man sich nach einer Idee von Marita Nehring an einer Slow-Bike-Challenge beteiligen.

Beim Stadtradelwettbewerb gibt es für die zehn besten Teams, die einer gemeinnützigen Institution angehören, für die geradelten Kilometer anteilig einen Betrag aus dem Spendenpool.

Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es unter www.stadtradeln.de . Wer keinen Internet-Zugang hat, kann sich auch direkt bei der Gemeinde melden. Die eifrigste Kommune aus dem Landkreis Coburg erhält einen Preis, ebenso die eifrigste Schule.

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Alexandra Kemnitzer
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Veröffentlicht am:
19. 06. 2017
17:39 Uhr

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Alexandra Kemnitzer

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19. 06. 2017
17:39 Uhr



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