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Hassberge

Wasserleitung aus dem Mittelalter

Der Familien-Erlebnisweg "Natour Haßberge" ist um eine neue Station reicher: Ab sofort heißt es "Wasser für die Burg Königsberg".



Schwierig und schweißtreibend: das Durchbohren des Baumstammes.
Schwierig und schweißtreibend: das Durchbohren des Baumstammes.   » zu den Bildern

Königsberg/Kreis Haßberge - Der Familien Erlebnisweg "Natour Haßberge" der sich in Königsberg vom Waldspielplatz über die Kirschenallee bis zum Anglersee erstreckt wurde um eine neue Station "Wasser für die Burg Königsberg" bereichert. In der neuen vom Naturpark Haßberge gebauten und errichteten Station ist der Nachbau einer Holzröhre, die zur Wasserversorgung der Burg Königsberg diente, zu bestaunen. Schon vor dem 30-jährigen Krieg gab es nachweislich eine ca. drei Kilometer lange Rohrwasserleitung von der Quellfassung am historischen Rennweg bis zur Burg Königsberg. In der Quellfassung sammelte sich das Wasser und floss in einem Leitungssystem aus solchen Holzröhren bis zur Burg. Die Leitung bestand aus lauter ca. vier Meter langen durchbohrten Holzstämmen die wasserdicht miteinander verbunden waren.

Vor zwei Jahren wurde dieser Baumstamm durch die Mitarbeiter des Arbeitskreises "Heimat und Geschichte" aus Königsberg und Ortsteilen und weiteren Helfern in Prappach durchbohrt und nun dem Naturpark Haßberge für den Familien Erlebnisweg zur Verfügung gestellt.

Dass dies eine schwierige und schweißtreibende Arbeit war, merkte man den freiwilligen "Rohrbauern" an. Sie benutzten einen langen Bohrer, mit dem sie den Stamm aber dennoch nicht in einem Arbeitsgang durchbohren konnten. Mit einem kleineren Bohrer bohrten sie immer erst vor, bis sie danach wieder zu größeren Bohrern griffen. Weil es in Prappach um den Beweis ging, dass schon unsere Ahnen Wasserrohre herstellen konnten, kamen keine modernen Maschinen zu Einsatz. Handkraft war vielmehr gefragt: Immer zwei Personen drehten die lange Bohrstange mit einem Hebel. Wichtig war dabei, dass der Bohrkern immer wieder herausgeholt werden und der lange Bohrstab genau nivelliert werden musste, um am Ende auch ein stabiles Holzrohr mit einer zentralen Leitung zu erhalten. Fachmännisch beraten wurden die Holzwasserleitungsbohrer vor allem von Erhard Ankenbrand, der die nötigen Vorrichtungen zur Verfügung stellte.

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Gerold Snater
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Veröffentlicht am:
04. 01. 2017
19:00 Uhr

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Gerold Snater

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04. 01. 2017
19:00 Uhr



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