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Kronach

Der gute Geist von einst lebt noch immer

Die Feuerwehr Schnaid feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Aus bescheidenen Anfängen ist eine starke Truppe erwachsen, die noch heute das Erbe ihrer Vorfahren pflegt.



Die erfolgreichste Stimmungsband Deutschlands, die "Dorfrocker", hatten eine große Fangemeinde zum großen Feuerwehrjubiläum in die Mittlere Schnaid gelockt.
Die erfolgreichste Stimmungsband Deutschlands, die "Dorfrocker", hatten eine große Fangemeinde zum großen Feuerwehrjubiläum in die Mittlere Schnaid gelockt.  

Schnaid - In Schnaid wird der Zusammenhalt großgeschrieben. Beim Festkommers zum 125-jährigen Bestehen der örtlichen Wehr wurde dies einmal mehr überdeutlich.

Bürgermeister Jens Korn, dem auch erstmals die Schirmherrschaft bei einem derartigen Fest angetragen wurde, nannte neben dem großen Zusammenhalt und dem Bürgersinn auch die Offenheit für Neues als großes Plus der Wehr. Man habe nicht nur das Feuerwehrhaus und die Handspritze aus dem Jahr 1891 als Erbe übernommen, sondern auch den guten Geist und die besondere Einstellung der damals tätigen Wehrmänner. Die Feuerwehr in der Schnaid sei rund vier Jahrzehnte nach der Eingemeindung die letzte verbliebene Einrichtung der einst selbstständigen Gemeinde.

16.07.2017 - Festzug zum Feuerwehr-Jubiläum - Foto: Michael Wunder

Bilder Festzug Teil III
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Dabei hätten die Bürger bereits vor 125 Jahren erkannt, dass Eigeninitiative notwendig sei und dies mit der Feuerwehrgründung bewiesen. Mit bescheidenen Mitteln und einer einfachen Ausrüstung, die aus einer Handdruckspritze, einer Leiter und einigen Haken bestand, habe man den Dienst aufgenommen. Über viele Jahrzehnte hätten die Floriansjünger von einst mit dieser "Technik" zurechtkommen müssen, bevor die Wehr 1953 nach einem größeren Brand eine Motorspritze anschaffte. Der Schirmherr erinnerte daran, dass man erst 1970 das erste Löschfahrzeug in die Schnaid bekam. Mut und Weitsicht habe Ludwig Gleich, der über 30 Jahre Kommandant war, bewiesen. Unter seiner Führung sei die erste Jugendgruppe im Landkreis gegründet worden. Und auch eine der ersten Damenwehren habe sich in Schnaid gegründet. Kontinuität habe man auch in der Führung des Vereins bewiesen: So habe Dietmar Wiedel 30 Jahre lang der Wehr vorgestanden und anschließend das Amt des Festausschussvorsitzenden übernommen. Mit Nico Fischer habe vor drei Jahren ein 18-Jähriger die Führung übernommen, was auch keine Selbstverständlichkeit sei, so Jens Korn.

Großer Zusammenhalt

Der große Zusammenhalt wird in der Schnaid nicht nur durch das großartige Engagement deutlich, sondern kann auch mit Zahlen belegt werden: So habe man bei 312 Einwohnern 42 aktive Wehrmänner, hochgerechnet mehr als das Fünffache des Landesdurchschnitts. "Wären wir nicht ein glückliches Land, wenn überall die Schnaid wäre", meinte der Bürgermeister angesichts dieser Zahlen. Derzeit habe Kommandant Ralf Fischer die Fäden fest in der Hand, vor allem habe er den Hallenanbau mit viel Herzblut und Engagement vorangetrieben. Der Bürgermeister, der mit einem Geldgeschenk und einer Urkunde gratulierte, wünschte, dass man den guten Geist auch weiterhin tragen möge. Dann werde man auch in Zukunft den Aufgaben gerecht.

Kommandant Ralf Fischer zeigte die jüngste Geschichte auf und verwies insbesondere auf die erfolgreiche Jugendarbeit. Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder konnte Fähnrich Thomas Fischer für 25 Jahre aktiven Dienst auszeichnen. Im Namen des Staatsministers des Innern Joachim Herrmann überreichte er das staatliche Ehrenzeichen in Silber, das für Personen, die sich in besonderer Weise verdient gemacht haben, geschaffen wurde. Im Namen des Landkreises gratulierte Gerhard Wunder der Feuerwehr Schnaid, die mit gutem Beispiel vorangehe.

Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger hob den Zusammenhalt sowie die Jugendarbeit und Arbeit der Damenwehr hervor. Die Festdamen überbrachten die Glückwünsche im Prolog und überreichten als Geschenk ein Fahnenband. Im Namen des Patenvereins gratulierte der Küpser Vorsitzende Peter Weber. Eingangs hatte Vorsitzender Nico Fischer auf die starke aktive Truppe verwiesen. "Mit Stolz haben in den vergangenen 125 Jahren die Frauen und Männer das Erbe der Vorfahren bewahrt", so der Vorsitzende.

Während des Festkommers wurden auch zahlreiche Mitglieder der Schnaider Wehr geehrt. Für 25 Jahre Treue wurden Thomas Fischer, Lars Fischer und Björn Stumpf ausgezeichnet. Seit 40 Jahren gehören der Feuerwehr Dietmar Wiedel, Horst Engelhardt, Georg Föhrkolb, Karlheinz Wiedel, Raimund Götz, Uwe Wiedel, Harald Wiedel, Gerald Feulner und Pankratz Reuther an. Für ein halbes Jahrhundert Treue wurden Siegmund Reuther, Hugo Föhrkolb, Manfred Fischer, Leonhard Fischer und Erhard Feulner geehrt. Zu guter Letzt wurden mit Erich Preu, Werner Engelhardt, Albert Reuther und Ewald Reuther noch vier Mitglieder für 60-jährige Treue ausgezeichnet.

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Michael Wunder
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Veröffentlicht am:
16. 07. 2017
22:09 Uhr

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Michael Wunder

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Veröffentlicht am:
16. 07. 2017
22:09 Uhr



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