zuletzt bearbeitet: 07.03.2012 06:03 Uhr
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Zwischen Anarchie und Spießertum
Das Landestheater feiert Gerhard Polt. Seine besten Satiren erklingen bei einer szenischen Lesung im Münchner Hofbräu.
Coburg - Im Mai dieses Jahres feiert Gerhart Polt seinen 70. Geburtstag. Mit einem "Best of" feiert das Landestheater Coburg den bayerischen Kabarettisten schon jetzt: In einer einer szenischen Lesung präsentieren Philippine Pachl, Sandrina Nitschke und Thomas Straus die besten Polt'schen Texte am Dienstag, 28. Februar, ab 20 Uhr stilecht im großen Saal des Münchner Hofbräu.
"Wir brauchen in Bayern keine Opposition - wir haben schon eine Demokratie!": Kurz und knapp bringt Gerhart Polt die politische Dimension einzelner Stammtischgespräche auf den Punkt. Wie kaum ein anderer bringt er die Zerrissenheit des bayerischen Wesens zwischen Spießertum und Anarchie auf den Punkt. .
Was Polt so locker formuliert, kann man schließlich jeden Tag im bayerischen Wirtshaus hören: "Geh, Evelyn, jetzt bringst ma no a Hoibe! - Geh, du host doch scho zwölf. Da herin wennst speibst, des kost dich an Fuchzger!" Auch der Alltag einer bayerischen Amtsstube bietet jede Menge Stoff für die Kabarettbühne: "Man hat mir gsagt, bis 12 Uhr Parteienverkehr. Im Prinzip ja, bis 12 Uhr Parteienverkehr, aber ab 11 Uhr is Mittag." Und die in fließendem Englisch gehaltene Rede des bayerischen Demokratieseminarleiters Dr. Leineweber beschließt Polt mit den Worten: "A good politician has to drink a lot, each and every day, and therefore he needs a good condition, we call it "Bayerische Verfassung."
Karten zum Preis von 5 Euro an der Theaterkasse und in der Geschäftsstelle der Neuen Presse. Kartentelefon (09561) 898989 oder 898043.
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