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5,15 Millionen Euro fürs Coburger Klinikum

Krankenhaus Coburg erhält in drei Jahren 5,15 Millionen für Umbauten. Insgesamt gibt das bayerische Kabinett 365 Millionen Euro für Modernisierungen frei.

Von Jürgen Umlauft
  • Das Klinikum Coburg an der Ketschendorfer Straße ist bereits in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert worden. Foto: Blischke
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München - Die bayerische Staatsregierung hat 365 Millionen Euro für Modernisierung und Ausbau von weiteren 21 Krankenhäusern in Bayern bereitgestellt. Darunter sind vier Krankenhausprojekte in Oberfranken. Den größten Betrag - nämlich 27,08 Millionen Euro - erhält das Klinikum Bamberg. Auch das Klinikum Coburg gehört zu den Häusern, die der Freistaat fördert: Das Krankenhaus kann vom Jahr 2014 an mit 5,15 Millionen Euro rechnen. Das Klinikum Kulmbach erhält vom kommenden Jahr an 8,27 Millionen Euro für die geplanten Modernisierungen. 2013 sind für das Krankenhaus Hohe Warte in Bayreuth zusätzliche 19,41 Millionen Euro für die anstehenden Erweiterungen und Umbauten reserviert.

Insgesamt erweiterte der Ministerrat das laufende Krankenhausbauprogramm bayernweit um 21 auf jetzt 106 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Euro. Die neuen Maßnahmen schlagen dabei mit 365 Millionen Euro zu Buche. Man schaffe damit für die Trägerkommunen Planungssicherheit, erklärte Gesundheitsminister Markus Söder, CSU. Finanzminister Georg Fahrenschon ergänzte, mit dem Programm erhalte man die bewährte duale Krankenhausfinanzierung aufrecht. Die Kommunen müssten für die Betriebskosten aufkommen, der Freistaat stemme die Investitionen. Diese bedeuteten einen spürbaren Schub für die Bauwirtschaft, das Handwerk und die Medizintechnik in Bayern. Die Projekte sollen im Laufe der nächsten Jahre begonnen werden, wie die beiden Minister nach der Kabinettssitzung in München sagten.

Für ältere Patienten

Größtes Vorhaben ist die Modernisierung des Münchner Klinikums Harlaching von 2012 an, die allein 74,5 Millionen Euro kosten soll. An zweiter Stelle folgt der Ausbau des Klinikums Ingolstadt für 60 Millionen Euro - Beginn ist dort 2015. Drittgrößtes Projekt ist bereits das Klinikum Bamberg. Außerdem hat das Kabinett 16 Krankenhaus-Bauvorhaben vorgezogen, sodass sie schneller begonnen werden können. Die Kürzungen wurden aber nicht rückgängig gemacht.

Söder nannte zwei Schwerpunkte bei den Modernisierungen: Zum Einen soll beim Krankenhausbau mehr auf die Bedürfnisse älterer Patienten geachtet werden, da das Durchschnittsalter der Bevölkerung steigt. Zweitens sollen die Kliniken unter dem Stichwort "Green Hospital" umweltfreundlicher werden und weniger Energie verbrauchen. "Krankenhäuser sind mit die energieintensivsten und energieverbrauchendsten Gebäude, die es gibt", sagte Söder dazu. "Green Hospital ist sehr wichtig."

Die Landtags-SPD kritisierte deswegen die Staatsregierung: "Angesichts der CSU-Politik, dass jahrzehntelang die Haushaltsansätze für Krankenhausinvestitionen dramatisch heruntergefahren worden sind, ist dies nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein", erklärte die Gesundheitsexpertin Kathrin Sonnenholzner. In Bayern gebe es in diesem Bereich einen massiven Investitionsstau, wichtige Projekte wie die seit Jahren überfällige Sanierung des Klinikums Augsburgs würden nicht finanziert.

    
    

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