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Absturz: Experten konzentrieren sich auf das Triebwerk

Bei der Absturzursache setzen Fachleute den Fokus auf die Maschine. Pilotin hatte keine gesundheitlichen Probleme.

Von Christian Pack und Volker Friedrich

Coburg - Die Ermittlung der Unglücksursache des Flugzeugabsturzes am Steinrücken bei Coburg wird sich noch Monate hinziehen. Allerdings konzentrieren sich die Experten bereits auf einen bestimmten Bereich der Piper P 28: "Wir setzten den Fokus auf das Triebwerk", erklärte Holger Röstel von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU). Genauere Aussagen seien aktuell aber noch nicht möglich.

Gewisse Parallelen gibt es zu einem Unfall vor gut zwei Wochen unweit des Flugplatzes Eschendorf im Münsterland. Auch hier geriet eine mit vier Personen besetzte Piper P 28 unmittelbar nach dem Start in Schwierigkeiten. Dem Piloten gelang am Dienstagmorgen, 24. Juli, die Außenlandung der Maschine, sodass keiner der Insassen verletzt wurde. "Wir waren etwa drei Minuten in der Luft als das Triebwerk in rund 300 Metern Höhe plötzlich keine Leistung mehr brachte", schilderte der 51-Jährige den Vorfall auf Anfrage der NP. "Da war klar, dass es nur noch abwärts geht".

Eine Erklärung für die Probleme gibt es noch nicht. "Es wäre vermessen zu sagen, wir hatten einen mechanischen oder einen elektrischen Fehler oder ein Problem mit der Kraftstoffleitung. Das sind reine Spekulationen." Die Ursache muss auch hier durch eine genaue Untersuchung des Triebwerkes ermittelt werden.

Unterdessen steht fest, dass die Pilotin bei dem Coburger Unglück keine gesundheitlichen Probleme hatte. "Die Obduktion hat nichts dergleichen ergeben", teilte Oberstaatsanwältin Ursula Haderlein mit. Ein 28-jähriger Passagier sei beim Aufprall des Flugzeugs sofort tot gewesen. "Die drei anderen starben in unmittelbarer Folge des Unfalls", so Haderlein.

    
    

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