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Rosenthal geht es wieder besser

  • Der Sprung bei Rosenthal scheint gekittet.
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Selb - Zahlungsunfähig, pleite, am Ende. So denkt man, wenn Unternehmen Insolvenz anmelden. Dabei kann es auch ganz anders ablaufen. Nicht immer gehen die Lichter aus oder bleiben nur Bruchstücke zurück. Der Selber Porzellanhersteller Rosenthal ist so ein Fall. Der Traditionsbetriebe hatte 2009 den Gang zum Insolvenzgericht antreten müssen. Doch statt des Endes kam ein Neuanfang. Heute geht es dem Unternehmen wieder gut.

Bei Rosenthal musste die Belegschaft zunächst bluten. 300 von 1 300 Arbeitsplätzen baute Insolvenzverwalter Volker Böhm ab, viele davon in der Verwaltung. Das sei schmerzhaft, aber notwendig gewesen, erinnert er sich heute. "Wenn Sie mit Millionenverlusten pro Monat ins Insolvenzverfahren starten, dann müssen sie schnell die Kosten senken, um die restlichen rund 1 000 Arbeitsplätze zu retten." Daneben entledigte sich das Unternehmen in der Insolvenz auch finanzieller Lasten in zweistelliger Millionenhöhe.

Dass Rosenthal mit seiner Produktion in Franken blieb, sieht Böhm als Erfolg. "Dass wir so ein Traditionsunternehmen in Deutschland halten konnten, ist für mich sehr erfreulich", sagt er. Gerade am Anfang sei zu befürchten gewesen, dass ein ausländischer Investor nur die Marke kaufe und die Standorte schließe.

Leichter Gewinn

Inzwischen geht es Rosenthal besser. Die Zahl der Mitarbeiter ist seit der Insolvenz konstant, 2011 machte man "leichten Gewinn", wie eine Sprecherin des Unternehmens sagt. Der Umsatz ist mit 85 Millionen Euro zwar nur noch gut halb so hoch wie vor der Insolvenz, damals hatte das Unternehmen aber noch 23 Millionen Euro Verlust eingefahren. Ramschaktionen wie früher, die dem Markenimage schadeten, gebe es heute einfach nicht mehr.

Letztlich habe man mit dem italienischen Konzern Sambonet einfach die richtigen Eigentümer bekommen, sagt die Rosenthal-Sprecherin.

    
    

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