zuletzt bearbeitet: 29.06.2012 06:02 Uhr
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Mit Windgas die Energieprobleme lösen
Eine an erneuerbaren Energien interessierte Leserin aus Heldritt bei Coburg hat sich mit folgender Frage an die Neue Presse gewandt: "Im Zusammenhang mit der Energiewende bin ich auf den Begriff "Windgas" gestoßen. Dabei soll es sich um ein speicherbares Ökogas handeln, aber was ist das und wie funktioniert es?"
Um Informationen über dieses Konzept zu erhalten, wenden wir uns an die Pressestelle der Umweltorganisation Greenpeace in Hamburg. Pressesprecher Henrik Düker erklärt: "Windgas ist ein Produkt, das mit- hilfe von überschüssigem Ökostrom, also etwa Wind- oder Sonnenenergie, produziert werden kann. Dabei wird dieser 'grüne Strom' genutzt, um Wasser durch einen chemischen Prozess, die Elektrolyse, in seine Bestandteile, nämlich Sauerstoff und Wasserstoff, aufzulösen. Während der Sauerstoff entweicht, kann der ebenfalls gasförmige Wasserstoff als Zusatz dem Erdgas beigemischt werden und so dem Verbraucher eine umweltfreundlichere Energiequelle bieten."
Der große Vorteil liege in der Möglichkeit, das Gas jederzeit speichern zu können. So könne etwa in Windparks produzierter, überschüssiger Strom, der ansonsten geerdet werden müsste, genutzt werden, um den Elektrolyseprozess ablaufen zu lassen. Diese Technik könne derzeit über einen Fördertarif unterstützt und ab 2013 bei Greenpeace erworben werden, so Düke. Letztlich sei das langfristige Ziel natürlich, ohne Erdgas auszukommen. Durch die Umwandlung von Wasserstoff in Methan könne dies erreicht werden. Er erklärt weiter, dass die Eigenschaften dieses Gases denen des Erdgases sehr ähneln und Methan so einen optimalen Ersatz biete. Düke fasst zusammen: "Windgas ist ein innovativer Schritt weg von fossilen Energieträgern und Atomkraft, der es ermöglicht, den zu viel produzierten Strom zu speichern." so
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