zuletzt bearbeitet: 02.03.2012 06:04 Uhr
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Aus dem Stand zum Publikumsmagneten
Die Messe "Duales Studium" lockt Hunderte von Gymnasiasten ins Kongresshaus Coburg. Immer mehr Firmen bieten das Konzept an.
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Glücklich über den Ansturm auf "ihrer" Messe: Melina Kissinger (links) und Theresa Babucke vom Gymnasium Casimirianum. Fotos: Rosenbusch
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Tiefe Einblicke in flache Bildschirme: Doreen Kaiser, die selbst ein duales Studium der Elektrotechnik absolviert, klärt den 16-jährigen Lukas Müller (Frankenwald-Gymnasium Kronach) über die Möglichkeiten bei der Loewe AG auf.
Coburg - Zum Start der dreistündigen Messe "Duales Studium", organisiert von der Coburger Bundesagentur für Arbeit und einer Projektgruppe der 11. Klassen des Gymnasiums Casimirianum, war im Kongresshaus Coburg kein Platz mehr. Coburg bildet damit einen bundesweiten Trend ab: Sowohl die Zahl der Studiengänge als auch die Zahl der Studierenden, die Praxis im Unternehmen und Theorie im Studium verbinden wollen und dabei meist ein durchgängiges Gehalt kassieren, stieg innerhalb des letzten Jahres um 20 Prozent.
Kräftig Werbung gemacht
Die beiden Projektleiterinnen Melina Kissinger und Theresa Babucke vom Casimirianum strahlten angesichts des Ansturms auf die von ihrem P-Seminar organisierte Messe: "Wir haben zwar an den Coburger, Neustadter, Kronacher und Burgkunstadter Gymnasien, an der Hochschule und auf Facebook kräftig Werbung gemacht, aber dass es so voll wird, überrascht uns doch", so die 17-jährige Melina Kissinger, die selbst an einem dualen Studium interessiert ist: "Internationales Management, wie es zum Beispiel von Heinz-Glas aus Kleintettau angeboten wird, würde mich reizen." 29 Unternehmen aus der Region informierten in Coburg über ihre Angebote: "Das sind so gut wie alle", freute sich Katja Weißmann von der BfA, "die Anzahl der Bewerbungen nimmt ab und so rückt der demografische Wandel immer mehr ins Bewusstsein der Unternehmen, die jetzt mehr auf die potenziellen Bewerber zugehen müssen."
Neues Angebot
Ein Neuling unter den Anbietern des dualen Studiums ist die Leise GmbH & Co. KG aus Coburg, deren Geschäftsführer Dr. Andreas Engel die Sache erdacht und vorangetrieben hat. Die Bachelor-Studiengänge "Automobiltechnik und Management" und "Maschinenbau" können ab diesem Jahr in Kombination mit der Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel bei Leise absolviert werden: "Gerade für uns, die wir im technischen Handel tätig sind, ist dies natürlich sehr interessant und wie ich soeben hörte, gab es heute bei unserm Stand eine große Nachfrage", so Engel. Dass Coburg dieses Thema aufgreife, sei eine schöne Sache, meinte der Firmenchef. Engel: "Solche Angebote eignen sich doch bestens, um motivierte Fachkräfte an die Region zu binden."
Auch deshalb wollen die Industrie- und Handelskammern aus Coburg, Bayreuth und Nürnberg Mitte des Jahres unter dem Titel "Dipolo" ein Magazin herausgeben, das die mittlerweile zahlreichen Angebote der Metropolregion flächendeckend auflistet. hro
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