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Heribert Trunk kandidiert als IHK-Präsident

Von Rainer Maier
  • Heribert Trunk
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Bamberg/Bayreuth - Als erster Kandidat für die künftige Präsidentschaft der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken in Bayreuth hat Heribert Trunk seinen Hut in den Ring geworfen. Die Regional-Gremien in Lichtenfels und Bamberg - dort wurde Trunk zu Wochenbeginn einstimmig als Vorsitzender bestätigt - haben ihn als Nachfolger von Dr. Wolfgang Wagner aus Bad Berneck vorgeschlagen, der nach 17 Jahren im Amt nicht mehr antritt. Trunk sagt im Gespräch mit der Neuen Presse: "Ich bin bereit, für Oberfranken meinen Beitrag zu leisten."

Der Geschäftsführer der Bi-Log Service Group mit Standorten in Hof, Bamberg, Kronach und Scheßlitz ergänzt, erst wenn sich bis Ende Februar alle acht Industrie- und Handelsgremien der IHK Oberfranken neu konstituiert hätten, sei es sinnvoll, über seine Chancen bei der Präsidentenwahl konkret nachzudenken. Die Kammer in die Zukunft zu führen, wäre auf jeden Fall eine "spannende Herausforderung", sagt der 50-jährige Trunk, der bereits IHK-Vizepräsident ist. Eine seiner Hauptaufgaben wäre es dann, die Energie zu bündeln, die in den vergangenen Jahrzehnten leider immer wieder in inneroberfränkischen Zwistigkeiten vergeudet worden sei.

Die IHK habe ihre Bedeutung in den letzten Jahren enorm gesteigert. Jetzt gelte es, gemeinsam mit der Handwerkskammer und der IHK zu Coburg, "in Oberfranken die Reihen zu schließen und mit einer Stimme aus dieser Region heraus mit München, Berlin und - das wird immer relevanter - auch mit Brüssel zu sprechen".

Es gehe nicht darum, weiter über die Bevorteilung Oberbayerns zu jammern, auch wenn es diese ohne Zweifel gebe. "Wir in Oberfranken sollten geeint und selbstbewusst auftreten." Im Raum Bamberg vertrete das Industrie- und Handelsgremium zum Beispiel zwei Drittel der Unternehmen, 63 Prozent der Beschäftigten und 56 Prozent der gut 4500 Auszubildenden. Trunk: "Grund genug, uns entsprechend einzubringen." So werde man auch das Gespräch mit der Politik stärker suchen und Sachdiskussionen anstoßen.

Neben dem Breitbandzugang auf dem flachen Land, der Befriedigung des Fachkräftebedarfs und der Aus- und Weiterbildung von Arbeitnehmern sei - in Bamberg wie in ganz Oberfranken - auch die Bevölkerungsentwicklung ein herausragendes Thema. Heribert Trunk hat dazu eine klare Meinung: "Die einzige Antwort auf die demografische Herausforderung sind Arbeitsplätze."

    
    

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