zuletzt bearbeitet: 29.02.2012 06:02 Uhr
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Leuwico setzt auf neues Wachstum
Die ersten sechs Monate nach der Übernahme des Büromöbelherstellers aus Wiesenfeld durch die Gesellschaft equma zeigen wirtschaftlichen Erfolg. Das Unternehmen, so die Verantwortlichen, erweist sich als stabilisiert.
Wiesenfeld - Die Insolvenz eines Betriebes kann auch eine Chance für einen Neuanfang und eine positive Zukunft sein. Beim Wiesenfelder Büromöbelhersteller Leuwico scheint sich dies zu bestätigen. Die neuen Inhaber setzen auf die bewährten Produkte, strukturieren Arbeitsweise sowie Prozesse neu und investieren intensiv in die Produktion am Standort. "Die ersten sechs Monate nach der Übernahme sind wirtschaftlich erfolgreich gewesen, das Unternehmen ist stabilisiert und setzt auf neues Wachstum", teilen die neuen Geschäftsführer Mattias Rothe und Georg Hemmerlein mit.
Im März 2011 musste Leuwico Insolvenz anmelden. Der Büromöbelhersteller wurde am 1. August von der mittelfränkischen Beteiligungsgesellschaft equma übernommen, in deren Fokus mittelständische Unternehmen in Sondersituationen stehen. Dabei geht das Engagement weit über die reine Kapitalbeteiligung hinaus und man übernimmt, wie im Falle Leuwico, gezielt operative, unternehmerische Verantwortung. So hält equma mehrere Beteiligungen, unter anderem an der matev GmbH (Langenzenn) sowie der ungarischen AJG Kft. Einschließlich Leuwico ist die Gesellschaft aktuell für 30 Millionen Euro Umsatz und rund 300 Mitarbeiter verantwortlich.
Leuwico gelte in der deutschen Büromöbelbranche seit vielen Jahrzehnten als starke Marke und biete hochwertige und ergonomisch ausgefeilte Produkte, so die Geschäftsführer. Wichtig für die Entscheidung, in Leuwico zu investieren, sei neben der guten Ausgangsposition auf der Produktseite auch der Standort und dabei insbesondere die hervorragende Metallfertigung gewesen. Nach Unternehmensangaben zeichnen sich in der equma-Gruppe deutliche Synergien im Fertigungsbereich ab, insbesondere wird Leuwico wichtige Teile für die matev GmbH produzieren.
Am Produktionsstandort Wiesenfeld seien ein Optimierungsprogramm und Investitionen in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro angelaufen. Die Holzfertigung erhalte als Herzstück der auftragsorientierten Fertigung ein automatisches Plattenlager mit Sägezentrum. Dazu werde in eine neue Kantenanleim-Maschine investiert, berichtet die Geschäftsführung. In der Metallfertigung wurde schon zum Jahreswechsel eine neue Laserschneidanlage installiert.
Alle Montagebereiche sind an einem Standort zusammengefasst und neu organisiert. Auch Prozesse und Angebotsstrukturen sollen im Detail untersucht und reorganisiert werden. Die IT-Anforderungen der Zukunft soll ein neues ERP-System erfüllen, an dessen Einführung mit Hochdruck gearbeitet wird.
Den Logistikbereich verantwortet seit August 2011 die Spedition Dobberkau aus Schleusingen. Die Zusammenarbeit habe sich eingespielt und die Effektivität sei deutlich gestiegen. Nach der Startphase sehen sich die Leuwico-Verantwortlichen gut im Plan und erwarten im aktuellen Jahr ein solides Wachstum. Insgesamt wurden zehn Mitarbeiter neu eingestellt, sodass die Belegschaft wieder auf mehr als 100 angewachsen ist.
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