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Metaller lehnen unbefristete Übernahme ab

  • Rund 3000 Menschen protestierten am Mittwoch in München für mehr Geld und bessere Perspektiven für Auszubildende.
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Coburg - Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (vbm) lehnt die Forderung der IG Metall nach einer unbefristeten Übernahme von Auszubildenden ab. Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagte der Neuen Presse, kein Unternehmer könne bei Abschluss des Ausbildungsvertrags wissen, ob er zum Ende der Ausbildung - im Regelfall nach drei Jahren - alle Ausgebildeten unbefristet übernehmen könne. "Bei einem Zwang zur Übernahme würden deshalb weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen, weshalb gerade leistungsschwächere Jugendliche dann keinen Ausbildungsplatz erhalten werden", teilte Brossardt mit.

Zu Wochenbeginn hatte der Verband "Die Familienunternehmer" der IG Metall mit der Halbierung der Ausbildungsplätze für den Fall gedroht, dass sie an einer unbefristeten Übernahme aller Azubis festhält. Die rund 5000 Verbandsmitglieder kommen aus allen Branchen. Sie beschäftigen rund 1,7 Millionen Mitarbeiter und erzielen einen Jahresumsatz von 315 Milliarden Euro (Stand 2010). Von einer "gefährlichen Forderung" sprach im Bremer "Weser-Kurier" Verbandspräsident Lutz Goebel. "Ein Drittel der Lehrlinge ist leider nicht engagiert genug, dass wir sie einfach unbefristet übernehmen können. Denen muss man signalisieren: Wenn ihr euch nicht anstrengt, wird das nichts", sagte Goebel.

Nach vbw-Angaben haben sich die oberfränkischen Betriebe der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie zu dieser Thematik in der laufenden Tarifrunde noch nicht öffentlich geäußert. Festzuhalten bleibe, dass " die IG Metall nicht existierende Probleme lösen will, denn nach fünf Jahren sind 85 Prozent der Ausgebildeten in ihrem Ausbildungsbetrieb fest beschäftigt", sagte Brossardt. Die restlichen 15 Prozent seien in der Regel bei anderen Firmen oder in weiterführenden Ausbildungen.

Derweil haben am Mittwoch rund 3000 Menschen vor dem Haus der Bayerischen Wirtschaft für 6,5 Prozent mehr Lohn, bessere Perspektiven für Auszubildende und gegen Leiharbeit demonstriert. Mit Trillerpfeifen, Rasseln und Tröten zogen die Demonstranten vom Gewerkschaftshaus zu den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie, die sich am Nachmittag mit Vertretern der IG Metall zu (ergebnislosen) Sondierungsgesprächen trafen. cs/dpa

    
    

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