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Projekt "Smart Grid City" läuft an

Erste Koordinierungs- gespräche in Arzberg und Hof haben Zeitplan und Konzept für das Projekt festgelegt. Dabei wird das hohe Potenzial für moderne Stromnetze deutlich.

Arzberg/Hof - Nachdem beide Städte im Dezember den Zuschlag für das Zukunftsprojekt der Staatsregierung bekommen hatten, besuchte jetzt eine Delegation aus dem Wirtschaftsministerium und dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) Hochfranken. Für Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil, FDP, ist das Projekt sehr wichtig: "Wir stärken mit diesem Vorhaben die Forschung im Bereich Speicherkapazität und Einspeisung regenerativer Energien. Mit diesen zukunftsweisenden Technologien, die den Strom aus erneuerbaren Energieträgern grundlastfähig machen, sind enorme Entwicklungschancen verbunden", erläuterte er.

In Arzberg empfing Bürgermeister Stefan Göcking auch Vertreter des Netzbetreibers Eon Bayern. Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner begrüßte zudem zahlreiche Firmenvertreter aus der Region.

Professor Christoph Brabec vom ZAE trug die Projektkonzeption vor. Er konkretisierte, dass in Arzberg, einer Stadt mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien, speziell die Belastung von Netzen überprüft und geregelt werden soll, wobei man den Energieversorger Eon einbeziehen wolle. Zudem soll durch den Neubau einer Fotovoltaik-Freiflächenanlage unter verschiedenen Immisionsbedingungen die Speicherung der elektrischen Energie erforscht werden. Mögliche Speicher könnten dabei Batterien, Wasserstoffspeicher oder diverse chemische Medien sein.

Am Standort Hof gilt es Professor Brabec zufolge dagegen, vor allem Zwischenspeichermöglichkeiten für das kurz- und mittelfristige Strommanagement zu entwickeln, zu erproben und zur Serienreife zu bringen. Zudem werde auch über das Potenzial von Pumpspeicherwerken diskutiert.

Nicht im Projekt-Focus liegen dagegen zunächst intelligente Haushaltsgeräte. Diese können aber später eine Gewichtung im Gesamtprojekt finden.

Wirtschaftsminister Zeil wies darauf hin, dass für den Modellversuch bis zu sieben Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung stehen. "Neben der hohen Qualität der überreichten Bewerbungsunterlagen beider Städte war auch die Kooperationsmöglichkeit mit der Hochschule Hof bei der Vergabe dieses Modellversuches nach Hochfranken von immenser Bedeutung", erläuterte Zeil. So erwarte die Staatsregierung, dass die Hochschule Hof mit ihrem Institut für Informationssysteme "ein wichtiger Träger für ein erfolgreiches Projekt werden wird".

Der grundsätzliche Förderantrag des ZAE, der bis spätestens Ende März im Ministerium vorliegen soll, hat das Ziel, für die nächsten Jahre eine Forschungsgruppe mit Sitz in Hof zu etablieren. Eine Auftaktveranstaltung mit Minister Zeil ist für Beginn des zweiten Halbjahres geplant.

Die Bürgermeister der Projektstädte, Dr. Harald Fichtner und Stefan Göcking, freuten sich über die enge Zusammenarbeit mit Freistaat und ZAE: "Smart Grid City ist ein hervorragendes Zukunftsprojekt mit hohem Potenzial. Energie und ihre effiziente Speicherung sind für Unternehmen und Privatpersonen von höchster Bedeutung. Es ist eine großartige Chance für Arzberg und Hof, dass künftig bei uns diese Forschung betrieben wird. Hier können wir Know-how entwickeln, das uns wirtschaftlich weiterbringt."

Mit diesen Technologien sind enorme Entwicklungschancen verbunden.

Wirtschaftsminister Martin Zeil


    
    

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