zuletzt bearbeitet: 05.12.2011 13:44 Uhr
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Der mit der Leder-Kugel tanzt
Von Tokio nach Coburg: Philippe Gnannt lässt in der HUK-Arena den Ball schweben. Der Freestyler gibt in der Kabine sogar eine private Lehrstunde.
Coburg - Während der Woche hatte er noch in Tokio für Aufsehen gesorgt, am Sonntag erntete er in der HUK-Coburg Arena für seine Ballkünste begeisterten Applaus. Der 19-jährige Aufsteiger in der Fußball-Freestyle-Szene Philippe Gnannt aus Lind bei Ebern demonstrierte im Rahmen der Coburger Stadtmeisterschaft, was man mit der Kugel noch alles anfangen kann, außer sie in einen viereckigen Kasten mit Netz zu dreschen. Beziehungsweise nicht was "man kann", sondern: Wenn man es kann! Jonglage im Liegen auf der Schuhsohle, Übergang in den Stand zum Kopfball und Übersteiger - all das, ohne das Spielgerät den Boden berühren zu lassen.
Noch absolut fasziniert vom Gastspiel in Japan, wo er gemeinsam mit vier anderen internationalen Freestylerinnen und Freestylern und fünf Tänzerinnen aus Paris die Präsentation des "Dienstwagens" der Frauen-Nationalmannschaft umrahmte, war er für sein Gastspiel in der Vestestadt bereits wieder topfit. Jung und alt war aus dem Häuschen.
Besonders "jung" wollte ganz genau wissen, was denn die Geheimnisse eines Ballzauberers sind. Berk Bicer von den E2-Junioren des DVV Coburg und Sergen Dinc von den F1-Junioren der SG Rödental waren besonders mutig. Auf leisen Sohlen hatten sie den Weg durch die Katakomben zur Kabine mit der Nummer sechs gefunden und wurden mit einer kleinen Privat-Lehrstunde von Philippe Gnannt belohnt. Außerdem führte ihr "Verhör" zu interessanten Geständnissen des Gast-Stars. Dass er beim Üben schon einmal eine Lampe kaputt geschossen hat, dass er bis zu den B-Junioren in Bamberg im "normalen Fußball" gekickt hat, ehe es ihn in die weite Welt zog. Oder auch dass er, der mittlerweile in Köln ein Praktikum in einer Medien-Agentur absolviert und dort wohnt, sich durch und durch als Großstadt-Mensch fühlt, auch wenn er immer wieder gerne zu einem Besuch bei seiner Familie im Rentweinsdorfer Gemeindeteil Lind vorbei kommt.
Die HUK-Arena findet er "absolut stylisch; erinnert mich sogar ein wenig an die Allianz-Arena". Und dort ist er schließlich schon für den Audi-Konzern aufgetreten. Etwas, wovon auch Berk und Sergen träumen - jetzt wohl sogar noch ein wenig stärker.
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