zuletzt bearbeitet: 24.11.2011 20:56 Uhr
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Die Sonntagsfrage beim HSC
Wenn der HSC Coburg von seinem traditionellen Samstagstermin abrückt, steigen in der HUK-Arena die Zuschauerzahlen. Jetzt gibt es Diskussionen, die Partien generell zu verlegen.
Coburg - Der Samstag ist seit jeher der traditionelle Spieltag der Handballer des HSC Coburg. Samstag, 16 Uhr, später in der 2. Liga 18 Uhr, das waren geheiligte Termine, die kein Fan verpasste. Dann war Handballzeit in der Angerhalle.
Jetzt, in der HUK-Arena, ist das alles etwas anders. Weil auch Volleyballer und Basketballer die neue Spielstätte rege nutzen, weichen die Handballer des HSC immer öfter auf den Sonntag aus. Und das zahlt sich im wahrsten Sinn des Wortes aus. Wenn die Jungs von Cveba Horvat am Sonntag um 17 Uhr antraten, waren im Schnitt mehr Zuschauer dabei als an den Samstags-Terminen. Über 1700 gegen Baunatal, 1500 gegen Gensungen, das war eine deutliche Steigerung gegenüber den ersten Saisonspielen an Samstagen. Läge es da nicht nahe, die Heimspiele der 3. Liga generell am Sonntag auszutragen? Was meinen Spieler, Funktionäre und Fans dazu? Unsere Umfrage ergab: Das Für und Wider hält sich die Waage.
Spielleiter Jürgen Walter kann sich mit dem Gedanken, am Sonntag zu spielen, durchaus anfreunden. "Das hat etwas für sich und es gibt auch schon Überlegungen in diese Richtung. Der Sonntag hat offensichtlich einige Vorteile. Die Parkplatzsituation, das Freizeitverhalten der Leute. Viele müssen ja am Samstag länger arbeiten, auch Geschäftsleute können oft nicht kommen. Es gibt einige Gründe, über Spiele am Sonntag nachzudenken. Wir haben auch schon viele positive Reaktionen aus unserem Umfeld. Aber wir wollen nach zwei Spielen auf keinen Fall einen Schnellschuss. Später wieder einen Rückzieher machen zu müssen, wäre schlecht. Deshalb wollen wir die weitere Entwicklung erst mal abwarten." Von Verbandsseite, so Walter, gäbe es keine Probleme. "Der Rahmenspielplan macht nur eine Wochenend-Vorgabe. An welchem Tag wir dann spielen, liegt in unserer Entscheidung."
Auch HSC-Kapitän Ronny Göhl kann sich gut vorstellen, künftig sonntags zu spielen. "Ich glaube, dass das den Coburgern gefallen würde. Samstags haben die Geschäfte offen, am Sonntag isst man mit der Familie zu Mittag, geht spazieren. Handball könnte dann zum Familien-Event werden. Als Spieler wäre das für mich zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Aber damit kann man sich ja arrangieren."
Florian "Flo" Lendner, ehemaliger HSC-Spieler, sieht das ein wenig anders. "Als alter Coburger ist für mich Samstag Handball-Tag. Wenn sich das ändern sollte, müsste ich mich daran erst gewöhnen. Ich glaube auch nicht, dass sonntags generell mehr Zuschauer kommen würden. Dass die Zahlen zuletzt gestiegen sind, ist wohl auch den jüngsten Erfolgen des HSC zu verdanken. Ich halte übrigens auch den Freitag abend für einen attraktiven Termin. Auch da würden die Fans kommen."
Christian Walter, der Vorsitzende des Fanclubs Veste Nord, favorisiert ebenfalls den Samstag als Spieltag. Vor allem für die zahlreichen Helfer sei dieser Tag die bessere Lösung. "Gerade jetzt, wo der HSC noch mehr freiwillige Helfer sucht, wäre das nicht hilfreich. Die Arbeit, Aufbau, Abbau, Catering usw., wird teilweise schon am Freitagabend erledigt und müsste dann auf den Samstagabend oder Samstagmittag verschoben werden. Was dann wiederum zu Problemen führen könnte, wegen der Hallenbelegung am Samstag und für die Berufstätigen, die eventuell bis Samstagmittag arbeiten müssen." Außerdem könnten am Heimspielsamstag die Kioske nach den Spielen länger geöffnet sein und es würden mehr Fans in der Arena bleiben. "Ich bin auch der Meinung, dass der Sonntag ein Ruhetag bleiben sollte. Denn am Montag beginnt für die allermeisten wieder die normale Arbeitswoche." Die Zuschauerzahlen könnten durch gezielte Werbung und Anreize auch an einem Samstag die 2000er Marke erreichen.
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