zuletzt bearbeitet: 05.12.2011 13:56 Uhr
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Wieder jubelt Scheuerfeld
Der TSV verteidigt seinen Titel bei der Coburger Fußball-Stadtmeisterschaft. Die Fans sorgen bei der Premiere in der neuen HUK-Arena ausgelassen für Stimmung.
Coburg - Albrecht Tauer schien im Laufe des Sonntags mehrfach mit den Neon-orangefarbenen Schnürsenkeln seiner Turnschuhe um die Wette zu strahlen. Der Fußball-Abteilungsleiter des TSV Cortendorf hatte zum 50-jährigen Bestehen seines Vereins das Experiment gewagt, erstmals eine Coburger Fußball-Stadtmeisterschaft in der neuen HUK-Coburg-Arena auszurichten. Rund 1000 Besucher im Laufe des Tages, die mit Beifall nicht geizten, vereinzelt sogar Fan-Gesänge anstimmten, gaben dem Turnier einen würdigen Rahmen. Und für Familien war der weiträumige Sport-Tempel, angesichts des Sauwetters draußen, für einige Stunden die bestmögliche Kombination aus Sport- und Spielplatz. Während der Papa sich innerhalb der Rundum-Bande abmühte, tobten sich Töchterlein oder Sohnemann, gerne im T-Shirt vom Marketing-Stand des Sponsors Neue Presse, zwischen den Rängen und auf der Empore aus. Der obere Bereich der Halle war auch Anlaufstelle der allerjüngsten "Fans", da mit Kinderwagen bestens befahrbar. Stadtmeisterschaft als Familien-Fest, die HUK-Arena macht es möglich.
Den Aktiven von tief unten aus der A-Klasse bis hoch zur Bezirksoberliga bereitete es dort, wo sonst die VSG Coburg/Grub oder der HSC 2000 Coburg hochklassigen Volleyball- und Handballsport anbieten, sichtbar Spaß, einmal einen Hauch von Zweit- oder Drittliga-Atmosphäre zu genießen. Der 23-jährige Unsal Kilic vom TSV Bertelsdorf lobte die "super Sache in der sehr, sehr modernen Halle; zwei Stufen höher als eine der vergangenen Stadtmeisterschaften in der 'Pesta' oder der Anger-Halle und mit doppelt so vielen Zuschauern. Das sollte man beibehalten", kann Kilic wohl im Namen aller Beteiligten sprechen. Das Spektrum der sportlichen Leistungen war so breit wie die Auswahl der Musik, die RadioEins über die Boxen-Türme abfeuerte. Die "Highway to hell" von AC/DC, auf der Underdog FC Fortuna Neuses ins Halbfinale raste, bis hin zu Wolfgang Petrys Frage "Warum schickst du mich in die Hölle?", die wohl am besten auf das Viertelfinal-Aus des Favoriten DVV Coburg, dem höchstklassigen Verein im Feld, zutraf. Jenes Viertelfinal-Duell DVV Coburg - TSV Coburg-Scheuerfeld war dann auch das einzige Duell im gesamten Turnier, bei dem es etwas ruppiger zur Sache ging (zwei Zeitstrafen gegen DVV-Akteure, eine gegen den TSV).
Während der SV Ketschendorf in Sachen Trikotwerbung mit der Kombination Erotik-Markt (Trikot)/Zahntechnik (Trainingsjacke) unschlagbar war, ließ auf dem Parkett der TSV Coburg-Scheuerfeld nichts anbrennen. Der Titelverteidiger blieb ohne Niederlage und setzte sich im Endspiel gegen die Locals nach Siebenmeterschießen mit 8:7 (2:2) durch.
Oberbürgermeister Norbert Kastner, Organisator Albrecht Tauer und jubelnde Fans waren sich bei der Siegerehrung einig, dass diese Premiere gelungen ist. Beste Aussichten, auch in kommenden Jahren - frei nach den Sportfreunden Stiller - durch die HUK-Coburg-Arena schallen zu hören: "Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein, werden wir Stadtmeister sein".
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