zuletzt bearbeitet: 18.02.2012 06:01 Uhr
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"Ich peile stets höheres Niveau an"
In der Kronacher Familie Madinger dreht sich alles um den Basketball-Sport. Der 29-jährige Christof leitet als Schiedsrichter nun auch internationale Spiele. Er fühlt sich auf diesem Neuland sehr wohl.
Herr Madinger, Sie haben im italienischen Bologna und türkischen Gaziantep Prüfungen abgelegt. Nun gehören Sie zu den insgesamt zehn Schiedsrichtern aus Deutschland, die vom Basketball-Weltverband FIBA für internationale Spiele nominiert werden. Was sind Ihre ersten Erfahrungen auf neuem Parkett, welche Aufgaben stehen an?
Die internationalen Begegnungen sind für mich Neuland, und auf Grund der unbekannten Orte, Länder und Kollegen aus verschiedenen europäischen Nationen sehr spannend. Die ersten Spiele seit Juni letzten Jahres - Länderspiele, EuroChallenge-Matches bei den Herren, Euroleague-Begegnungen der Frauen - sind sehr gut gelaufen. Mein Ziel ist es, mich durch gute Leistungen für höherklassige Spiele zu empfehlen und dabei stetig auf ein höheres Niveau zu gelangen.
Seit Ihrem Sprung in die Bundesliga haben Sie rund 200 Spiele in der höchsten deutschen Spielklasse geleitet. Was waren Ihre schönsten und was negative Erlebnisse?
Ohne Frage überwiegen die schönen Erlebnisse. Hierzu zählen meine bisherigen Playoff-Spiele genauso wie Spitzenspiele in der Beko-Basketball-Bundesliga oder aber die Finalspiele bei den Deutschen Jugendmeisterschaften. Natürlich läuft manchmal eine Partie aus Schiedsrichter-Sicht nicht optimal, das gehört zum Sport dazu. Fehler werden dann konsequent aufgearbeitet - damit sich diese möglichst nicht wiederholen. Unschön war ein Zwischenfall, der sich auf dem Weg zum Kabinentrakt ereignet hat: Nach einem hitzigen Spiel wurde ich von einer Plastikflasche am Kopf getroffen. So etwas sollte, bei aller Emotionalität, nicht passieren.
Haben Sie noch Kontakt zu Ihrem Heimatverein TS Kronach?
Selbstverständlich. Schließlich ist meine Familie fest im Verein verwurzelt und mein Vater zudem Leiter der Basketball-Abteilung.
Die Fragen stellte Michael Döhler
Lesen Sie das ausführliche Interview in der Print-Ausgabe der Neuen Presse am 4. Februar 2012
Geboren am/in: 10. April 1982 in Kronach
Familienstand: Ledig, aber vergeben
Wohnort: Freising
Erlernter Beruf: Lebensmittel-Chemiker
Ausgeübter Beruf: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Lebensmittel-Chemie
Sportliche Stationen/Vereine: TS Kronach seit Geburt; Beko-Basketball-Bundesliga-Referee seit 2003
Größte Erfolge: Erlangung der FIBA-Lizenz 2011; diverse Play-Off-Spiele
Hobbys: Reisen; Sport allgemein und insbesondere Basketball
Vorbilder: Kein bestimmtes
Lieblingsgetränke: Saft-Schorlen
Lieblingsspeisen: Kaiserschmarrn, Sauerbraten, Gänsebraten
Lieblingsverein: TS Kronach
Zuletzt gelesen: "Limit" von Frank Schätzing
Musik-Favoriten: Gemischt
Lebensziele: Gesund und fit bleiben
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