zuletzt bearbeitet: 07.12.2012 10:57 Uhr
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Stegner als Retter in der Not
Der Unternehmer greift dem VfL Frohnlach beim Bau des Gästeblocks finanziell unter die Arme. Der Verantwortlichen des Regionalliga-Aufsteigers schneiden alte Zöpfe ab, um die Auflagen des Verbandes zu erfüllen.
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Die Finanzierung des erforderlichen Gästeblocks im Willi-Schillig-Stadion steht seit gestern. Damit erfüllt der VfL Frohnlach die Lizenzauflagen des Bayerischen Fußball-Verbandes für die Regionalliga endgültig. Der Aufsteiger hat bis zum 16. Juli Zeit, die Baumaßnahme abzuschließen. Foto: Hans-Günter Blischke
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Frohnlach - Es war Fünf vor Zwölf für den VfL Frohnlach, doch nun ist alles im grünen Bereich beim Regionalliga-Aufsteiger. Nach der sportlichen Qualifikation sind auch alle Probleme im Zusammenhang mit den Lizenzauflagen gelöst. Vor allem der Bau des Gästeblocks für Fußballspiele mit erhöhtem Risiko hatte den Verantwortlichen Kopfzerbrechen bereitet, da für die Maßnahme rund 50 000 Euro nötig sind. Retter in der Not ist der frühere Frohnlacher Franz Stegner. Der Unternehmer aus Wilhermsdorf, weltweit tätiger Produzent von Stadionsitzen, greift dem VfL finanziell unter die Arme und schließt die Deckungslücke.
Auch wenn der Bayerische Fußballverband (BFV) mittlerweile auf die Erfüllung einiger kleinerer Auflagen verzichtet hat, ließ er in puncto Sicherheit nicht mit sich reden. Am Montag endete für den VfL die Erklärungsfrist gegenüber dem BFV, ob er den im Rahmen der Lizenzerteilung geforderten Bau des Gästeblocks nun gewährleisten kann oder nicht. Ein negativer Bescheid hätte die Lizenzverweigerung und die Einstufung in die Bayernliga Nord zur Folge gehabt.
Klaus Schillig vom Frohnlacher Hauptsponsor, der Firma Willi Schillig, sagte am Montag, dass mit dem Bau nun begonnen werden kann. "Der Verband hat die Frist verlängert. Wir haben bis zum 16. Juli Zeit, den Gästeblock zu erstellen", so der Sohn des langjährigen VfL-Mäzens Willi Schillig. Er freue sich besonders, dass der Verein Franz Stegner ins Boot hat holen können: "Wir haben uns ausgesprochen und dabei auch alte Zöpfe abgeschnitten." Er betonte, dass die kürzlich erfolgte Stadionrenovierung schon einiges an finanziellen Mitteln verschlungen habe und der Gästeblock nochmals einen "Brocken Geld" koste. Die Summe war letztlich zu groß für den Verein, um sie allein stemmen zu können. Es ist ein offenes Geheimnis, dass das Verhältnis zwischen dem Frohnlacher Präsidenten Willi Schillig und Franz Stegner nicht besonders innig ist. Der als "Lügen-Franz" bekannte Unternehmer, auch Sponsor der SpVgg Greuther Fürth und der Brose Baskets Bamberg, hatte in den vergangenen Jahren des Öfteren seine Bereitschaft erklärt, in Frohnlach größer einzusteigen, war aber meist abgeblitzt.
"Es gab Zeiten, da war ich als Partner nicht erwünscht", sagt das VfL-Ehrenmitglied. "Ich gebe zu, manchmal war ich enttäuscht und habe mich geärgert. Deswegen habe ich auch um Bedenkzeit gebeten, als Klaus Schillig bei mir anrief und um Unterstützung gebeten hat. Als Ur-Frohnlacher habe ich aber die moralische Verpflichtung gesehen, zu helfen, um den Spielbetrieb in der Regionalliga zu gewährleisten." Er sei über seinen Schatten gesprungen, sagt Franz Stegner. Und auch Klaus Schillig zieht einen Schlussstrich unter die Differenzen: "Früher war früher und heute ist heute."
Stegner springt als Feuerwehrmann in die Bresche, übt aber dennoch Kritik an der Vorstandschaft, der er schon länger einen Zusammenschluss zwischen dem VfL Frohnlach und Sylvia Ebersdorf nahe gelegt hat. "Nach wie vor ist das mein Ziel. Hat man sich darum wirklich bemüht" fragt er. "Man muss Neues wagen und Solidarität zeigen." Stegner habe zudem mehrmals vergeblich versucht, dem Verein klare Strukturen aufzuzeigen.
Nachdem der Bau des Gästeblocks gewährleistet ist, steht der endgültigen Lizenzerteilung für die Regionalliga nichts mehr im Wege. Auch die Bedingung, dass der VfL eine A- und B-Juniorenmannschaft im Spielbetrieb haben muss, konnte mittlerweile erfüllt werden.
"Die Vereine Grub, Großgarnstadt, Ebersdorf und Frohnlach gründen die JFG Coburg-Ost", sagt die VfL-Vorsitzende Christina Schön. "Eine A und eine B werden unter VfL Frohnlach spielen, damit ist die Auflage des Verbandes erfüllt. Die beteiligten Vereine haben uns sehr, sehr geholfen." Dem Start in der Regionalliga steht nun nichts mehr im Wege. Schöns Ausblick: "Im Großen und Ganzen passt jetzt alles. Wir brauchen nur noch Personal und hoffen natürlich auf Zuschauer..."
Klaus Schillig
Franz Stegner
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