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Vereinen droht die Versetzung

Die Neueinteilung der Bezirksligen bereitet Spielleiter Günter Hahn Kopfzerbrechen. Da im Osten nur 15 Vereine qualifiziert sind, müssen drei West-Klubs wechseln. Vor allem die Kronacher Vertreter könnte es treffen.

Von Michael Hager
  • Insgesamt 36 Vereine sind für die zwei neuen oberfränkischen Bezirksligen qualifiziert, 21 aus dem Westen und 15 aus dem Osten.
  • Günter Hahn
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Neuenmarkt - Auf der Stirn von Günter Hahn stehen derzeit einige Schweißperlen. Der Spielleiter des Fußball-Bezirks Oberfranken kämpft mit der Neueinteilung der Bezirksligen West und Ost, die nach der Spielklassenreform die einteilige Bezirksoberliga ab der neuen Saison ersetzen werden.

Der Knackpunkt: Im Osten Oberfrankens haben sich nur 15 Klubs qualifiziert, demgegenüber stehen 21 Vereine im Westen. Um zwei 18er Ligen zu bilden, müssen wohl drei Vereine aus dem Westen nach Osten wechseln.

Hahns Problem ist, dass sich bislang kein einziger Klub dazu bereit erklärt hat. "Ich habe mit einigen Vereinen telefoniert, habe E-Mails verschickt", sagt der Neuenmarkter. "Aber jeder will gerne bleiben, wo er ist." Er zeigt Verständnis für das Ansinnen der Vereine, betont aber, dass er übergreifend denken und eine Entscheidung fällen müsse. Es wird Härtefälle geben, da ist er sich sicher.

Günter Hahn macht sich die Entscheidung keinesfalls leicht und hat sich sogar Rat beim Bezirksspielausschuss geholt. "Es gibt einige Möglichkeiten, die habe ich durchgespielt." Selbst eine Nord-Süd-Aufteilung oder eine diagonale Trennung habe er ins Kalkül gezogen. "Die Frage ist, wo tue ich den Vereinen am wenigsten weh." Ziel müsse es in erster Linie sein, die Fahrtstrecken zu verkürzen.

Die Klubs hingegen wollen ihren angestammten Kreis verständlicherweise nicht verlassen, schon allein wegen der Derbys, die mehr Geld in die Kassen spülen als ein Spiel gegen einen Konkurrenten aus der Ferne. Vor allem den West-Vereinen stehen heuer viele lukrative und interessante Nachbarduelle ins Haus.

Günter Hahn will sich bis zum kommenden Wochenende entscheiden, wer wo spielt. "Die Vereine werden meinen Vorschlag erhalten mit einer Rechtsbelehrung", so der Spielleiter. "Sie haben die Möglichkeit, Einspruch gegen die Einteilung einzulegen. Die Sache geht dann zum Verbandsspielausschuss nach München." Dieser entscheidet in der Regel rein nach geographischen Gesichtspunkten und Entfernungs-Kilometern. Sollte Hahn die bislang übliche West-Ost-Trennung vornehmen, sind es vor allem die Kronacher Vertreter, vielleicht auch der FC Redwitz, denen eine Versetzung droht.

Qualifizierte Vereine

Aus dem Bereich "West" sind folgende 21 Fußballvereine für die neue Bezirksliga Oberfranken qualifiziert: FC Mitwitz, DVV Coburg, TSV Mönchröden, SpVgg Lettenreuth, SpVgg Stegaurach, FC Lichtenfels, VfL Frohnlach II, TV Ebern, TSV Hirschaid, TSV Meeder, FC Kronach, SV Dörfleins, TSV Steinberg, TSV Ebensfeld, ASV Kleintettau, TSV Coburg-Scheuerfeld, TBVfL Neustadt/Wildenheid, SpVgg Ebing, SV Memmelsdorf/Ofr. II, FC Redwitz und der TSV Staffelstein.

 

Aus dem Bereich "Ost" sind folgende 15 Klubs für die neue Bezirksliga qualifiziert: SSV Kasendorf, SpVgg Bayreuth II, SG Regnitzlosau, FC Steinbach-Dürrenwaid, TSC Mainleus, ZV Thierstein, TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf, FC Türk Hof, FC Wüstenselbitz, TSV Mistelbach, SV Steinmühle, VfB Kulmbach, FC Eintracht Münchberg, SpVgg Selb und der TSV Neudrossenfeld II.


    
    

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