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Becker, Jenner, Schröder - Leute des Jahres 2018

Ein «First Baby» in der UN-Vollversammlung, eine völlig überraschende Ehre für einen Rapper und ein plötzlich politischer Popstar. 2018 war bei den Promis viel los. Und es gab auch traurige Nachrichten.



Boris + Lilly Becker
Boris und Lilly Becker wollen ihrem gemeinsamen Sohn eine schöne Weihnachtszeit bescheren.   Foto: Rolf Vennenbernd » zu den Bildern

Einige haben Sternstunden erlebt, andere schwere Rückschläge erlitten, wieder andere schrieben Geschichte. Diese Promis waren 2018 in den Schlagzeilen.

BORIS BECKER: Er ist noch immer DIE deutsche Tennislegende - was der Wimbledonsieger macht, bewegt viele Menschen auch Jahrzehnte nach seinen großen Erfolgen. Allerdings war 2018 ein schwieriges Jahr für Becker. Ende Mai gaben er und seine Frau Lilly ihre Trennung bekannt, nach 13 Jahren Beziehung und 9 Ehejahren. Lilly Becker sprach anschließend von einem «langen Kampf um ihre Ehe» und zeigte sich tief traurig über das Aus. Auch über Weihnachten will sich das Paar nicht zusammenraufen, sagte Becker der Zeitschrift «Bunte». «Aber wir lieben beide unseren Sohn und versuchen, ihm eine schöne Zeit zu bieten.»

Becker machte auch mit anderen Geschichten Schlagzeilen: Etwa mit einer Zwangsversteigerung persönlicher Erinnerungsstücke - die er schließlich stoppen lassen konnte. Oder mit einer angeblichen diplomatischen Immunität: Unterschiedliche Aussagen gab es zu der Frage, ob Becker Diplomat des bitterarmen Landes Zentralafrika ist - oder eben nicht. Becker selbst sagte, er persönlich habe vom Botschafter der Zentralafrikanischen Republik im April den Pass bekommen und sei nun «Attaché für die Beschaffung von Mitteln für sportliche, kulturelle und humanitäre Angelegenheiten».

JAN ULLRICH: Ein weiterer Sportstar, der 2018 große Probleme hatte. Nachdem man länger nichts von ihm gehört hatte, räumte der Tour-de-France-Sieger von 1997 Suchtprobleme ein und berichtete über seinen Entzug in den USA. «Mir ist nun bewusst, dass ich aus Gründen, auf die ich heute nicht eingehen möchte - erkrankt bin», hieß es in einem Statement von Anfang Oktober.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ullrich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Der Ex-Radstar soll im August in einem Hotel eine Escort-Dame nach einem Streit angegriffen und verletzt haben. Ullrich war deshalb vorläufig festgenommen worden. Kurz zuvor war er nach einem Streit mit seinem Nachbarn Til Schweiger auf Mallorca vorübergehend in Gewahrsam genommen worden.

TAYLOR SWIFT: Für viele war sie bislang einfach ein Teenie-Popstar. Aber 2018 hat sich Taylor Swifts Image gewandelt: Mit einer für sie ungewöhnlichen politischen Botschaft via Instagram rief die US-Sängerin ihre Fans dazu auf, wählen zu gehen. Bislang hatte die Countrysängerin sich in politischen Fragen zurückgehalten. «Ereignisse in ihrem Leben und der Welt in den vergangenen zwei Jahren» hätten sie zu einer «sehr anderen» Haltung geführt, schrieb sie nun. «Ich kann niemanden wählen, der nicht gewillt ist, für die Würde aller Amerikaner zu kämpfen unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht und wen sie lieben.» Den Namen des US-Präsidenten nannte Swift nicht, kritisierte aber die als konservativ bekannte Republikanerin Marsha Blackburn. Trump selbst reagierte prompt - er möge Swifts Musik jetzt «ungefähr 25 Prozent weniger».

JACINDA ARDERN: Neuseelands Premierministerin ist die einzige aktuelle Regierungschefin, die im Amt ein Kind zur Welt gebracht hat. Ardern bekam im Juni ihre Tochter Neve, machte sechs Wochen Babypause und kehrte Anfang August ins Amt zurück. Um das Baby kümmert sich vor allem Arderns Mann, der Radio- und Fernsehmoderator Clarke Gayford. Ende September feierte Neuseelands «First Baby» dann Diplomatie-Premiere: Ardern brachte ihre drei Monate alte Tochter mit zur UN-Vollversammlung.

GERHARD SCHRÖDER: Es war eine der meistbeachteten Hochzeiten des Jahres. Altbundeskanzler Gerhard Schröder hat mit 74 Jahren zum fünften Mal geheiratet. Bereits im Frühjahr gaben Schröder und die Südkoreanerin Soyeon Kim sich das Jawort. Groß gefeiert wurde dann im Oktober im Berliner Luxushotel «Adlon». Unter den illustren Gästen waren zum Beispiel Künstler Markus Lüpertz, Ex-Bundesminister Otto Schily, Ex-SPD-Chef Siegmar Gabriel, Ex-VW-Vorstand Peter Hartz, die Journalisten Stefan Aust und Kai Diekmann. Das Ehepaar will künftig ein - mehr oder weniger - «normales und unspektakuläres» Leben führen.

KYLIE JENNER: Das Magazin «Forbes» prognostizierte, dass Kylie Jenner bald die jüngste Selfmade-Milliardärin aller Zeiten sein könnte. Mit gerade einmal 20 Jahren (inzwischen ist sie 21) schaffte es Jenner im Juli auf Platz drei der Geldrangliste von «Forbes». Ihr Vermögen wurde im Sommer auf 900 Millionen US-Dollar geschätzt. Wie ihre Familie - etwa Halbschwester Kim Kardashian oder Mutter Kris Jenner - wurde Kylie mit einer Reality-Serie im Fernsehen bekannt. Ihr Geld machte sie aber hauptsächlich mit einer eigenen Kosmetik-Linie. Anfang des Jahres wurde Jenner übrigens auch Mutter - sie bekam mit Rapper Travis Scott ihre kleine Tochter Stormi.

KENDRICK LAMAR: Lamar erhielt als erster Rapper und als erster Musiker, der nicht aus der Klassik oder dem Jazz kommt, den Pulitzer-Preis. «Das ist ein großer Moment für Hip-Hop-Musik und ein großer Moment für die Pulitzer-Preise», sagte Dana Canedy, Vorsitzende der Verwaltung der Pulitzer-Preise. Lamar erhielt die Auszeichnung, die als höchste der Medienbranche gilt, für sein Album «Damn». Dies sei eine «virtuose Liedersammlung, vereint von seiner umgangssprachlichen Authentizität und rhythmischen Dynamik», sagte Canedy. Der 1987 in Kalifornien geborene Lamar gilt als einer der derzeit bedeutendsten und erfolgreichsten Rapper. Er hat unter anderem auch schon mehrere Grammys gewonnen.

DANIEL KÜBLBÖCK: Auch Jahre nach seiner Teilnahme bei «Deutschland sucht den Superstar» nahmen viele Menschen Anteil an dieser tragischen Geschichte: Ex-TV-Star Daniel Kaiser-Küblböck gilt seit September als vermisst. Der Sänger ging nach Angaben des Anbieters Aida Cruises bei einer Kreuzfahrt vor Neufundland über Bord, eine Suizidabsicht gilt als wahrscheinlich. Die kanadische Küstenwache stellte die Suche nach Küblböck nach einem Tag ein - wegen der kurzen Überlebenszeit in dem kalten Wasser. Wenn jemand auf See verschwindet, gilt eine Frist von sechs Monaten, bis er für tot erklärt werden kann.

Veröffentlicht am:
20. 12. 2018
08:11 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
20. 12. 2018
08:11 Uhr



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